Die Ministerin Helena Chagas, Eleonora Menicucci (Sekretärin für Frauenpolitik) und Soziologin Fátima Pacheco Jordão über die neue Studie / Copyright: Agência Brasil
Die Ministerin Helena Chagas, Eleonora Menicucci (Sekretärin für Frauenpolitik) und Soziologin Fátima Pacheco Jordão über die neue Studie / Copyright: Agência Brasil

Die Ministerin Helena Chagas, Eleonora Menicucci (Sekretärin für Frauenpolitik) und Soziologin Fátima Pacheco Jordão über die neue Studie / Copyright: Agência Brasil

Laut der neuesten Studie „Mehr Frauen in der Politik“ des brasilianischen Instituts für öffentliche Meinungen und Statistik IBOPE (Instituto Brasileiro de Opinião Pública e Estatística) sowie des Instituts Patrícia Galvão sprachen sich fast 80 Prozent der Befragten für eine stärkere Vertretung der Frauen in der Politik aus. Für 1.600 von 2.000 der Befragten müsse bei den Wahlen für die Legislative der Gemeinden, der Bundesstaaten und der Regierung die Aufteilung 50 Prozent Frauen / 50 Prozent Männer obligatorisch sein.

„Brasilien steht nur an 121. Stelle in einem Ranking von 189 Ländern, was die Präsenz von Politikerinnen betrifft“, so kommentierte die Soziologin und Direktorin des Instituts Patrícia Galvão Fátima Pacheco Jordão. Selbst in Ländern wie dem Irak oder in Afghanistan seien mehr Frauen in der Politik vertreten.

Die Befragung wurde in ganz Brasilien durchgeführt. Von der Gesamtzahl der Befragten erachte mehr als 1.400 die Veränderung der Richtlinien für Wahlen als fundamental, um zu gewährleisten, dass die Hälfte der Kandidaten Frauen sind. Derzeit sind Frauen 30 Prozent der Kandidatenplätze bei Wahlen gesichert. Im Senat nehmen beispielweise von 81 Plätzen 13 Plätze Frauen ein. Nur eine der elf Kommissionen des Abgeordnetenhauses wird von einer Frau geleitet. Im Abgeordnetenhaus sind von 513 Plätzen lediglich 44 an Frauen vergeben.

Die Ministerin Helena Chagas, Chefsekretärin für Sozialkommunikation der Präsidentin, äußerte sich zu den Ergebnissen der Studie dementsprechend, dass diese sehr interessant seien, da die Umfragen noch vor den derzeitigen Demonstrationen im Land stattgefunden haben. „Es ist erstaunlich, wie gering die Frauen an politischen Institutionen vertreten sind. Das Ergebnis der Studie zeigt, dass alle dieses Problem erkennen und dass die Vertreter der Politik des Landes sich nicht in dem, was die Gesellschaft möchte, widerspiegelt.“ (ds)