Logo der NRO SOS Mata Atlântica / Copyright: SOS Mata Atlântica

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Mit der Konferenz Rio+20 und mit diversen umweltpolitischen Maßnahmen wie die Mülltrennung in den Kommunen engagiert man sich in Brasilien bereits für ein nachhaltiges Wachstum und versucht, Lösungen für Umweltproblematiken zu finden. Dennoch zeigt sich, dass dieser Bereich immer noch keine Priorität bei politischen Debatten hat.

Für Umweltherausforderungen, die das tägliche Leben der Bevölkerung beeinflussen, müssten bessere Lösungen gefunden werden. Erst dann würden die Menschen mehr Bewusstsein für diesen Bereich erlangen, so teilte Rachel Meneguello, Professorin der Abteilung Politikwissenschaften der Universität von Campinas (UNICAMP), mit.

In São Paulo würde man sich nun auf die Bereiche Gesundheit und Transport konzentrieren, was für die Wähler eine der Hauptforderungen war, fügte Meneguello hinzu. Diese Diskussionen könnten jedoch erst abgeschlossen werden, wenn es annehmbare Lösungen für die Bevölkerung gäbe.

Ein größeres Engagement bei der Aufklärung und der Information der Menschen sei gefragt, denn nur so könnten Gewohnheiten geändert werden. Umfragen zufolge seien die Bewohner zwar beispielsweise ausreichend über die Ursachen der Umweltverschmutzung informiert, trotzdem erreichten die Recyclingzahlen noch keine zufriedenstellende Höhe. Zu erklären sei dies vor allem mit deren fehlender Motivation.

Vergangene Woche stellte die Nichtregierungsorganisation SOS Mata Atlântica im Nationalkongress ein Projekt vor, das die Aufmerksamkeit auf Umweltfragen lenken soll. Debattiert werden müsse über den Einsatz der Politik für Umweltfragen und eines Umweltinformationssystems in den Gemeinden. Auf dauerhaft zu schützende Regionen müsse nachhaltig hingewiesen werden. Folgende Bereiche sollen hierbei thematisiert werden: nachhaltiges Wachstum, Klima, Bildung, Gesundheit sowie Hygiene. (ds)