Die Reformen müssen bei der Basisschulbildung ansetzen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Luxo
Die Reformen müssen bei der Basisschulbildung ansetzen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Luxo

Das öffentliche Bildungswesen soll qualitativ verbessert werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Luxo

Brasiliens Bildungsministerium (Ministério da Educação, kurz: MEC) will im Rahmen des Nationalen Vertrages für die Stärkung des Sekundarunterrichts (Pacto Nacional pelo Fortalecimento do Ensino Médio) im kommenden Jahr eine Milliarde Reais (rund 323 Millionen Euro) in die Fortbildung der Lehrer öffentlicher Schulen investieren. Der Bildungsminister Aloizio Mercadante erklärte, dass die finanziellen Mittel bereits im, durch den Nationalkongress (Congresso Nacional), verabschiedeten Haushalt einkalkuliert seien.

Die Lehrer der weiterführenden Schulen sollen von Februar bis Dezember nächsten Jahres wöchentlich je drei Stunden in ihre Weiterbildung investieren. Monatlich erhalten sie von der Regierung eine finanzielle Unterstützung von 200 Reais (rund 64,60 Euro). Unter anderem werden die Lehrer an Diskussionsrunden teilnehmen, die von ausgebildeten Mitarbeitern des Programms geleitet werden und in dessen Rahmen mögliche Verbesserungen besprochen werden sollen. Außerdem sollen den Lehrkräften Tablets zur Verfügung gestellt werden, mit denen sie auf spezielle Lehrinhalte zugreifen können, die zuvor durch das MEC erstellt wurden.

Das Projekt soll in zwei Phasen aufgeteilt werden. Zunächst sollen die Lehrinhalte angepasst werden und außerdem die Organisation und Verwaltung pädagogischer Arbeit überprüft und nötigenfalls verbessert werden. In einer zweiten Etappe sollen die verschiedenen Unterrichtsfächer, ihre Inhalte und deren didaktische Umsetzung diskutiert werden.

Insgesamt sollen 495.ooo Lehrer von 20.ooo öffentlichen Schulen an den Fortbildungen teilnehmen. So würden langfristig knapp sieben Millionen Schüler von dem Projekt profitieren. (sg)