Brasilien: Biometrische Wahlurnen werden getestet

14.08.2012 | Politik |
Ende der Woche will das TSE di biometrischen Urnen testen / Copyright: Agência Brasil

Ende der Woche will das TSE die biometrischen Urnen testen / Copyright: Agência Brasil

Techniker des Obersten Wahlgerichts (Tribunal Superior Eleitoral, kurz: TSE) Brasiliens gaben gestern (13.8.) bekannt, dass die biometrischen Wahlurnen, die bei den Kommunalwahlen im Oktober zum Einsatz kommen sollen, ab Freitag in 117 Städten getestet werden sollen. Man will dabei neben den Tests der Funktionalität der Urnen auch die Wähler auf den Gebrauch der Urnen hinweisen und ihnen den Umgang erklären.

Während der beiden Wahlgänge am 7. Oktober und am 28. Oktober werden rund 7,7 Millionen Wähler in 299 Kommunen die biometrischen Urnen gebrauchen. Bei der Wahl im Jahr 2010 konnten gerade 1,1  Millionen Wähler Gebrauch von den Geräten machen. In den Hauptstädten von fünf Bundesstaaten (Sergipe, Paraná, Goiás, Alagoas, Rondônia) werden die Wähler anhand einer digitalen Funktion identifiziert. Die Wahlhelfer können dabei insgesamt zwölfmal testen, ob der Wähler richtig identifiziert wurde. Fallen diese Tests negativ aus, so muss sich der Wähler anhand eines Ausweises mit Lichtbild ausweisen.

Das neue System wird bei diesen Wahlen noch nicht im ganzen Land eingesetzt. In den Bundesstaaten Alagoas und Sergipe werden die biometrischen Urnen jedoch bereits in 100 Prozent der Kommunen eingesetzt. Lediglich die Bundesstaaten im Amazonasgebiet und in Roraima sind noch nicht mit biometrischen Urnen ausgestattet.

Mit dem neuen System soll vor allen Dingen der hohe Bürokratieaufwand reduziert werden und eine schnellere Auswertung der Daten ermöglicht werden. (sg)


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