Brasiliens Industrie vertraut auf die interne Nachfrage / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Linda Bartlett
Brasilien braucht dingend Fachkräfte aus dem Ausland / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Der brasilianische Minister des Referats des Ministeriums für Strategische Angelegenheiten (Secretaria de Assuntos Estratégicos, kurz: SAE), Moreira Franco, bestätigte heute, dass Brasilien dringend Fachkräfte aus dem Ausland benötige, um weiterhin wirtschaftliches Wachstum zu verzeichnen.  Vor allem im Technik- und Technologiesektor würde es an qualifizierten Arbeitnehmern mangeln. Bei einer Tagung zur brasilianischen Migrationspolitik, das von der brasilianisch-deutschen Handelskammer ausgerichtet wurde, diskutierten Experten und Politiker gestern (29.01.) mögliche Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland.  Laut Aussage des Ministers würde es Brasilien bislang an Attraktivität für hochqualifizierte Fachkräfte fehlen. Brasilien werde als Einwanderungsland von Hochqualifizierten kaum wahrgenommen. Da es sich um ein ernst zunehmendes Problem handele müsse man effektiv versuchen, ein migrationsfreundliches Brasilien zu schaffen. Dazu gehöre eine offene Gesellschaft und eine Politik, die sich für Unternehmertum und Innovation einsetzt, betonte Franco. Er werde sich aus diesem Grund für eine bessere Migrationspolitik einsetzen.  Die Einwanderungsmentalität Brasiliens habe sich in den letzten Jahren beinahe vollständig aufgelöst, erklärt Franco. Bestand die brasilianische Bevölkerung vor hundert Jahren noch zu 7,3 Prozent aus Einwanderern, so machen Immigranten heute nur noch rund 0,3 Prozent der Bevölkerung aus. Um sich einem weltweiten Durchschnittswert an Immigranten anzunähern müsste Brasilien seine Anzahl an Einwanderungen verzehnfachen.  Ein Grund für die niedrige Einwanderungszahl ist laut Franco der hohe bürokratische Aufwand. Franco plädiert aus diesem Grund für eine Reduzierung der Bürokratie und für eine einfachere Visa-Aushändigung, gerade für diejenigen Einwanderer, die hochqualifiziert sind und in Brasilien arbeiten wollen. Linda Bartlett

Brasilien braucht dingend Fachkräfte aus dem Ausland / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Linda Bartlett

Der brasilianische Minister des Referats des Ministeriums für Strategische Angelegenheiten (Secretaria de Assuntos Estratégicos, kurz: SAE), Moreira Franco, bestätigte heute, dass Brasilien dringend Fachkräfte aus dem Ausland benötige, um weiterhin wirtschaftliches Wachstum zu verzeichnen.

Vor allem im Technik- und Technologiesektor würde es an qualifizierten Arbeitnehmern mangeln. Bei einer Tagung zur brasilianischen Migrationspolitik, das von der brasilianisch-deutschen Handelskammer ausgerichtet wurde, diskutierten Experten und Politiker gestern (29.01.) mögliche Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland.

Laut Aussage des Ministers würde es Brasilien bislang an Attraktivität für hochqualifizierte Fachkräfte fehlen. Brasilien werde als Einwanderungsland von Hochqualifizierten kaum wahrgenommen. Da es sich um ein ernst zunehmendes Problem handele, müsse man effektiv versuchen, ein migrationsfreundliches Brasilien zu schaffen. Dazu gehöre eine offene Gesellschaft und eine Politik, die sich für Unternehmertum und Innovation einsetzt, betonte Franco. Er werde sich aus diesem Grund für eine bessere Migrationspolitik einsetzen.

Die Einwanderungsmentalität Brasiliens habe sich in den letzten Jahren beinahe vollständig aufgelöst, erklärt Franco. Bestand die brasilianische Bevölkerung vor hundert Jahren noch zu 7,3 Prozent aus Einwanderern, so machen Immigranten heute nur noch rund 0,3 Prozent der Bevölkerung aus. Um sich einem weltweiten Durchschnittswert an Immigranten anzunähern, müsste Brasilien seine Anzahl an Einwanderungen verzehnfachen.

Ein Grund für die niedrige Einwanderungszahl ist laut Franco der hohe bürokratische Aufwand. Franco plädiert aus diesem Grund für eine Reduzierung der Bürokratie und für eine einfachere Visa-Aushändigung, gerade für diejenigen Einwanderer, die hochqualifiziert sind und in Brasilien arbeiten wollen. (sg)