Derzeit wird in Brasilien die Impfkampagne  gegen die HPV-Viren vorbereitet / Copyright: Agência Brasil
Derzeit wird in Brasilien die Impfkampagne  gegen die HPV-Viren vorbereitet / Copyright: Agência Brasil

Derzeit wird in Brasilien die Impfkampagne gegen die HPV-Viren vorbereitet. / Copyright: Agência Brasil

Mit Ausnahme der Bundesstaaten Tocantins im Norden Brasiliens und Pernambuco im Nordosten bereiten sich derzeit alle anderen brasilianischen Bundesstaaten auf die HPV-Impfkampagne vor, deren Start für den zehnten März 2014 vom Gesundheitsministerium vorgesehen ist.

Die Impfkampagne gegen Humane Papillomviren (HPV, engl. Human Papilloma Viurs) wurde bereits am 29. Januar durch den Gesundheitsminister Alexandre Padilha mittels Radio und Fernsehen bekanntgegeben. HPV-Viren werden durch Geschlechtsverkehr übertragen und sind häufig Ursache für Gebärmutterhalskrebs, die dritthäufigste Krebsart bei Frauen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass rund 290 Millionen Frauen weltweit mit dem HPV-Virus infiziert sind.

Die Immunisierung hat in dieser ersten Phase vor allem Mädchen zwischen 11 und 13 Jahren als Zielgruppe. Die zweite Impfdosis muss schließlich in einem halben Jahr gegeben werden und die dritte fünf Jahre später. Der Impfschutz ist auf die vier Typen 6, 11, 16 und 18 ausgelegt. Geimpft werden Mädchen, die noch keinen sexuellen Kontakt gehabt haben.

Laut Angaben der Pressestelle des Gesundheitsministeriums sollen die Bundesstaaten und Gemeinden dafür sensibilisiert werden, an der Kampagne teilzunehmen, damit diese auch den erhofften Erfolg erziele. Das Gesundheitsministerium wies allerdings auch darauf hin, dass trotz Impfkampagne die Vorsorgeuntersuchung einmal im Jahr (mit Pap-Abstrich) und Geschlechtsverkehr mit Präservativ wichtig seien. (ds)