Der PNE will mithilfe von Investitionen gleiche Bildungschancen für alle schaffen / Copyright: Wikimdeida Creative Commons, User:Luxo
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In Brasilia forderten Bürger im Rahmen des 6. Marsches für Bildung, dass zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Bildung investiert wird. Schätzungen zufolge haben sich zwischen 8.000 und 10.000 Menschen an dem Protestmarsch beteiligt. Motto des Tages war Unabhängigkeit, qualitative Bildung und anständige Arbeit (Independência, Educação de Qualidade e Trabalho Decente).

An dem Protest beteiligten sich unter anderen auch viele Dozenten und Professoren, die schon seit Monaten für Lohnerhöhungen und Verbesserungen der Arbeitsqualität im Streik sind. Sie nahmen den Marsch zum Anlass erneut für ihre Forderungen zu demonstrieren.

Die brasilianische Regierung plant gleichzeitig bereits seit längerem, ein Projekt, dass den Einsatz von zehn Prozent des BIPs für Bildung vorsieht. Bislang wurde der sogenannte Nationale Plan für Bildung (Plano Nacional de educação, kurz: PNE) jedoch nicht umgesetzt. Der Plan müsse noch von dem Senat geprüft werden, erklärten Regierungsmitglieder. Es gibt allerdings weiterhin Meinungen nach denen zehn Prozent des BIPs deutlich zu viel Geld für den Bildungssektor seien. Der Politiker Andre Figueiredo ist jedoch sicher, dass sich jemand, der qualitative Bildung für jeden fordere, nicht länger gegen den PNE stellen kann.

In dem PNE wurden langfristige Ziele für die brasilianische Bildung formuliert. Laut Planung sollte der PNE bereits im letzten in Kraft getreten sein, doch daraus wurde aufgrund der bürokratischen und politischen Hürden noch nichts. Bis 2020 sollen die Ziele allerdings erreicht werden. Ob bis dahin bildungspolitisch gleiche Chancen für alle herrschen, liegt nun zum Großteil am guten Willen der Politiker.(sg)