Ein Bankencrash nach einer Immobilienblase wäre für Brasilien nicht zu erwarten, laut Zentralbank. / Copyright: Agência Brasil
Ein Bankencrash nach einer Immobilienblase wäre für Brasilien nicht zu erwarten, laut Zentralbank. / Copyright: Agência Brasil

Ein Bankencrash aufgrund einer Immobilienblase sei für Brasilien nicht zu erwarten, laut Zentralbank. / Copyright: Agência Brasil

Ein Bankencrash aufgrund einer Immobilienblase sei für Brasilien nicht zu erwarten, wie aus einem Bericht der brasilianischen Zentralbank hervorgeht. Brasilianische Banken würden einen finanziellen Einbruch des Immobiliensektors im Land verkraften. Dem Platzen einer so genannten Immobilienblase würde der heimische Bankensektor standhalten. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Agência Brasil am vergangenen Donnerstag (20.3.) in Bezugnahme auf einen Bericht der brasilianischen Zentralbank. Dieser Bericht zu Finanzstabilität, Relatório de Estabilidade Financeira, untersuchte die Abhängigkeit von Preisfall und finanzieller Stabilität im Land.

Laut dem Leiter der Finanzaufsicht der Zentralbank Anthero Meirelles wurden der  Simulation einer Immobilienkrise die Zahlen des Preisverfalls von Immobilien in den USA aus dem Jahr 2008 zugrunde gelegt. Dieser Preisverfall hatte damals zur weltweiten Finanzkrise geführt. Doch gemäß der geführten Untersuchung würde eine solche Situation in Brasilien nicht zur Zahlungsunfähigkeit der Banken und der bekannten Kettenreaktion führen.

Einer der Faktoren, die zur Stabilität der Banken beitragen, sei, dass die Immobilien in Brasilien in der Regel nicht ausschließlich über die Banken finanziert werden. Ein Teil der Kosten und Wertanlagen werde so über andere Geldquellen getragen. Wichtig sei des Weiteren das in Brasilien größtenteils angewandte System zur Amortisierung von Werten. Das Scientific Amortized Cost (SAC) ermögliche im Gegensatz zum in den USA häufiger gebrauchten Price-System eine schnellere Schuldenreduzierung. Zudem lägen die Finanzreserven brasilianischer Banken für den Fall von Zahlungsunfähigkeit höher als bei anderen Banken im weltweiten Vergleich, wie aus dem Bericht der Zentralbank hervorgeht. Laut Meirelles sei die Wertschöpfung im brasilianischen Bankensektor extrem hoch.

Meirelles bekräftigte zudem, dass es in Brasilien keine Anzeichen einer Immobilienblase gebe. Ebenso wenig seien plötzliche Preisschwankungen auf dem Immobiliensektor zu beobachten. „Mit Sicherheit lässt sich sagen, dass es keine Blase gibt. Es gibt keine Indizien, die charakteristisch für eine Blase sind“, so der Chef der Finanzaufsicht. (ms)