Proteste an der Copacabana am ersten Spieltag der Fußball-WM / Copyright: Agência Brasil
Proteste an der Copacabana am ersten Spieltag der Fußball-WM / Copyright: Agência Brasil

Proteste an der Copacabana am ersten Spieltag der Fußball-WM. / Copyright: Agência Brasil

Seit 2007 nach der Auswahl Brasiliens als Gastgeber für die Fußball-WM in diesem Jahr fieberten die Brasilianer nicht nur dem besonderen Sportereignis entgegen. Die Verletzung der Menschenrechte, die auferlegten Regeln der FIFA und die hohen Ausgaben für die Veranstaltung waren in den vergangenen Jahren Gegenstand von heißen Diskussionen und Demonstrationen im ganzen Land. Durch die Demonstrationen wurden die Forderungen des Volkes immer deutlicher. In verschiedenen brasilianischen Städten kam es auch am vergangenen Donnerstag wieder zu Protesten, wie in São Paulo, Rio de Janeiro, Belo Horizonte, Porto Alegre, Brasília, Fortaleza und Curitiba, die in gewaltvollen Auseinandersetzungen mit der Polizei und mit Festnahmen und Verletzten endeten.

In São Paulo, wo das Eröffnungspiel stattfand, nannte sich die Protestbewegung „Ohne Rechte wird es keine WM geben“ (Sem Direitos Não Vai Ter Copa), die von verschiedenen sozialen Bewegungen organisiert wurde und die Personen blockierten, die zum Flughafen fahren wollten. In Rio de Janeiro fanden Demonstrationen in den Straßen des Zentrums der Stadt statt, auf denen Demonstranten Plakate gegen die FIFA und die Verletzung der Menschenrechte in die Höhe hielten.

Als die Bewegung ein riesiges Banner an den Bögen des Stadtteils Lapa aufhängen wollte, kam es zu polizeilichen Auseinandersetzungen. Später zog eine erneute Bewegung Richtung FIFA Fan Fest in der Nähe des Stadtteils Leme. In Belo Horizonte begannen die Demonstrationen gegenüber des Rathauses der Stadt. Als die Teilnehmer zwei Stunden später am Platz der Freiheit, auf dem der Countdown zur WM zu sehen war, ankamen, gab es erneute Auseinandersetzung mit Polizeibeamten. Im Bundesdistrikt fanden die Proteste im Stadtteil Taquatinga statt, wo das FIFA Fan Fest gefeiert wurde. Auch hier gab es Konfrontationen zwischen Teilnehmern und der Polizei, als sich die Demonstranten dem FIFA-Platz näherten. (ds)