Am Nationalen Tag des Kampfes gingen in vielen brasilianischen Städten die Menschen auf die Straße / Copyright: Agência Brasil
Am Nationalen Tag des Kampfes gingen in vielen brasilianischen Städten die Menschen auf die Straße / Copyright: Agência Brasil

Am Nationalen Tag des Kampfes gingen in vielen brasilianischen Städten die Menschen auf die Straße / Copyright: Agência Brasil

Am gestrigen Nationalen Tag des Kampfes (Dia Nacional de Luta) gingen in Brasilien wieder zahlreiche Personen auf die Straße, um für mehr Rechte zu kämpfen. So demonstrierten auch Vertreter des Gesundheitswesens vor dem bundesstaatlichen Gesundheitssekretariat in São Paulo für gerechtere Arbeitsverhältnisse. Die Proteste im Land wurden von den entsprechenden Gewerkschaften initiiert. Nach den Demonstrationen schlossen sich einige der Teilnehmer der großen Bewegung auf der Avenida Paulista an, wo sich alle Organisationen seit den frühen Morgenstunden zusammenfanden, um an verschiedenen Orten der Stadt Aktionen durchzuführen.

Trotz der Demonstrationen wurden Dienstleistungen im öffentlichen Gesundheitswesen nicht blockiert. „Wir haben gerade einen Streik von 45 Tagen im Juni abgeschlossen. Sowohl die Ärzte als auch die Patienten gewöhnen sich an die neue Situation. Aus diesem Grund haben wir uns gegen einen weiteren Streik entschieden“, so erläuterte Angelo D’Agostini, Geschäftsführer der Gewerkschaft für öffentliche Arbeiter im Gesundheitswesen SINEDSAÚDE (Sindicato dos Trabalhadores Públicos da Saúde em São Paulo).

Die Hauptforderungen der Demonstranten seien die Gehaltsangleichung von 32 Prozent und die Senkung der Arbeitszeiten von 40 auf 30 Stunden pro Woche. Ein weiterer Punkt auf der Liste sei der Kampf dafür, dass zehn Prozent des Staatshaushaltes der Regierung in das Gesundheitswesen fließen sollen und der Kampf gegen das Outsourcing von Einheiten im Gesundheitswesen. (ds)