Die öffentlichen Banken tragen seit 1999 wieder zu mehr als 50 Prozent zur Kreditvergabe bei.. / Copyright: Agência Brasil
Bei den Löhnen herrschen in Brasilien nach wie vor drastische Unterschiede zwischen Schwaren und Weißen und Frauen und Männern. / Copyright: Agência Brasil

Außenhandel erlebt Negativrekord seit Beginn der Zählung. Ursächlich sind vor allem die hohen Erdölimporte. / Copyright: Agência Brasil

Im Februar dieses Jahres schloss Brasilien mit einem Außenhandelsdefizit in Höhe von 1,276 Milliarden US-Dollar (rund 979 Millionen Euro), wie das Ministerium für Entwicklung, Industrie und Außenhandel (Ministério do Desenvolvimento, Indústria e Comércio Exterior, kurz: MDIC) vergangenen Freitag bekannt gab. Dabei summierten sich die monatlichen Exporte auf einen Wert von 15,551 Milliarden US-Dollar (circa zwölf Milliarden Euro). Die Importe hingegen erreichten 16,827 Milliarden US-Dollar (rund 12,9 Milliarden Euro).

Dies sei ein historischer Negativrekord für den Monat Februar seit Zählungsbeginn Anfang der 90er Jahre und übertraf auch den Wert von 1997, als Brasilien ein Handelsdefizit von 1,194 Milliarden US-Dollar (rund 920 Milliarden Euro) registrierte.

Im Gegensatz zum Vergleichsmonat im Vorjahr entspricht der aktuelle Wert einer Steigerung von 8,8 Prozent. Laut dem MDIC erkläre sich das hohe Defizit fast vollständig aus den Transaktionen des Erdölunternehmens Petrobras. Die Ölfirma sei seit letztem Jahr aufgrund von Instandhaltungsmaßnahmen auf eigenen Förderanlagen gezwungen gewesen, Erdöl zu importieren um den eigenen Markt decken zu können (BrasilNews berichtete, 31.12.2012). Die Geschäfte von Erdöl der letzten Monate wurden aber jetzt erst registriert, teilte das MDIC. Dies erkläre den hohen Ausschlag im Monat Februar. Noch immer stünden zwei Milliarden US-Dollar (circa 1,53 Milliarden Euro) aus Erdölgeschäften zur Mitteilung an das MDIC aus, wie die Sekretärin für Außenhandel, Tatiana Prazeres, am Freitag mitteilte. Somit sei auch in den kommenden Monaten mit einem relativ hohen Außenhandelsdefizit zu rechnen, wie Prazeres weiter präzisierte. (ms)