Wählen per digitaler Registrierung soll viel Zeitersparnis bringen / Copyright: Agência Brasil
Wählen per digitaler Registrierung soll viel Zeitersparnis bringen / Copyright: Agência Brasil

Wählen per digitaler Registrierung soll viel Zeitersparnis bringen / Copyright: Agência Brasil

In Brasilien soll die biometrische Registrierung und Identifizierung von Wählern bis zur Präsidentschaftswahl im nächsten Jahr deutlich ansteigen. Das Oberste Wahlgericht (Tribunal Superior Eleitoral, kurz: TSE) schätzt, dass rund 22 Millionen Wähler anhand der neuen Technik ihre Stimme abgeben werden können. Das wäre rund ein Siebtel aller 140 Millionen wahlberechtigten Brasilianer. Die Hochrechnungen hatte das TSE anhand der digital registrierten Menschen seit Einführung des Systems im Jahr 2008 machen können. Damals waren die Daten von rund 40.000 Menschen in drei Städten (Colorado do Oeste, Fátima do Sul, São João Batista) digitalisiert worden, um das neue System zu testen.

Die Schätzung des TSE setzt jedoch voraus, dass sich die Menschen in den dafür vorgesehenen Posten digital registrieren lassen. In manchen Kommunen Brasiliens werden die Wahllokale nur noch ausschließlich digitale Registrierungen und Stimmabgaben annehmen. Hat eine Person sich vorher nicht digitalisieren lassen, so ist ihre Stimme ungültig.

Eingeführt wurde das neue System von der Wahljustiz (Justiça Eleitoral). Giuseppe Janino, Verantwortlicher für Informationstechnologie innerhalb des TSE, erklärte, dass man durch die digitale Methode zu schnelleren Hochrechnungen kommen könne und sich Wahlbetrug vermeiden lasse. Insgesamt könne man mit der modernen Form der Stimmenabgabe zu mehr Sicherheit und Transparenz beitragen.

Die Wahl im kommenden Jahr soll Aufschluss darüber geben, ob das digitale System zukünftig weiter ausgebaut wird. (sg)