Dilma will die Beziehungen zu Kuba intensivieren / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Blog do Planalto
Dilma will die Beziehungen zu Kuba intensivieren / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Blog do Planalto

Dilma will die Beziehungen zu Kuba intensivieren. / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Blog do Planalto

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff kritisierte bei ihrem Besuch in Havanna die Handelsblockade, die die USA seit den 1960er-Jahren gegen Kuba verhängt. Man dürfe nicht vergessen, dass Kuba die drittgrößte Wirtschaftsmacht im karibischen Raum sei. Ihre Bedenken äußerte sie im Rahmen der Einweihung des neuen kubanischen Hafens Puerto de Mariel. An der Feier nahmen auch der bolivianische Präsident Evo Morales und der venezolanische Präsident Nicolas Maduro teil.

Der Hafen wurde zu großen Teilen durch die brasilianische Nationalbank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social, kurz: BNDES) finanziert. Die Konstruktion kostete insgesamt 957 Millionen US-Dollar (rund 699,5 Millionen Euro), von denen circa 682 Millionen Euro (rund 498,5 Millionen Euro) durch der BNDES aufgebracht wurden.

Dilma gab an, dass während der Bauphase des Hafens rund 150.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze innerhalb Brasiliens geschaffen wurden. Darüber, ob die Arbeitsplätze nach Abschluss der Konstruktion erhalten bleiben, gab sie allerdings keine Informationen. Dilma schätzt jedoch, dass die Wirtschaftsleistung Kubas aufgrund des neuen Hafens substantiell steigen wird. Sie sagte zu, dass brasilianische Unternehmen und die BNDES auch an weiteren Bauarbeiten teilnehmen wollen.

In ihrer Rede sprach die Präsidentin davon, dass die bilateralen Beziehungen intensiviert werden sollten und dass gerade im Bereich Gesundheitswesen und Medizin zahlreiche Partnerschaften möglich seien. (sg)