Die Buchmesse in Rio findet bei den Brasilianern großen Anklang / Copyright: Agência Brasil

Gestern (06.01.) hat die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff die Ergebnisse der Investitionen in den Bildungssektor bewertet. Ihren Informationen zufolge hat die brasilianische Regierung in den vergangenen Jahren rund 1.300 neue Kindergärten geschaffen und ist dabei, im ganzen Land rund 3.100 weitere zu bauen.

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Der Zugang zu Bildung ist in Brasilien weiterhin ungleich verteilt/ Copyright: Agência Brasil

Brasilien hat auch die Anzahl der öffentlichen Schulen in den vergangenen Jahren auf 60.000 erhöht. Außerdem befinden sich rund 300.000 Studenten in der Ausbildung zur Grundschullehrerin beziehungsweise zum Grundschullehrer. Die Präsidentin unterstrich nochmals ihr Überzeugung, dass Investitionen in Bildung das Ticket für Brasiliens Zukunft seien.

In dem wöchentlichen Interview mit Dilma Rousseff „Café com a Presidenta“ (wörtlich: Frühstück mit der Präsidentin) erklärte die Präsidentin außerdem, dass der Oberstufenunterricht noch einmal reorganisiert werde, um für alle Schüler gleiche Chancen zu schaffen. Auch über Initiativen für das Nationale Programm für den Zugang zu Ausbildung und Arbeit (Programa Nacional de Acesso ao Ensino Técnico e Emprego, kurz: Pronatec) informierte die Präsidentin.

In 2014 will die Präsidentin weiterhin viel Geld in den Bildungssektor, vom Kindergarten angefangen bis zu Postgraduiertenstudiengängen, stecken. Finanziert werden sollen die Investitionen aus den Gewinnen der Ölförderung vor den Küsten Brasiliens. Die Neugründungen von Kindergärten und Schulen mit  Primär- und Sekundarunterricht sind vor allem im Nordosten des Landes sehr wichtig. Dort herrscht im Vergleich zum Rest des Landes ein extremes Bildungsgefälle, weil die Bildungseinrichtungen dort entweder zu schlecht sind oder gar ganz fehlen. (sg)