Die basilianische Präsidentin Dilma Rousseff erweitert die Bestimmungen des Wachstumsbeschleunigungsprogramms und setzt auf die einheimische Industrie / Copyright: Agência Brasil
Brasiliens Präsidentin macht sich für den Wahlkampf bereit / Copyright: Agência Brasil

Brasiliens Präsidentin macht sich für den Wahlkampf bereit / Copyright: Agência Brasil

In einer Rede am Dienstagabend (19.02.) betonte die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff ihre diesjährigen politischen Ziele. Vor allem die extreme Armut, die es in vielen Regionen des Landes weiterhin gibt, soll bekämpft werden. Um die schlechten Lebensverhältnisse vieler Familien zu verbessern, soll die Reichweite der sogenannten Bolsa Familiar, einer finanziellen und sozialen Unterstützung, ausgeweitet werden.

Auf die bereits erreichten Erfolge durch die Bolsa Familiar will sich Rousseffs Partei während des Wahlkampfes stützen. Von mehr als 22 Millionen Brasilianern habe sich die finanzielle Lebenssituation seit Beginn der Regierung Rousseff verbessert. Laut Schätzungen von Experten gebe es jedoch immer noch mindestens 700.000 Brasilianer, die in extremer Armut leben.

Die brasilianische Präsidentin erklärte, dass sie die politischen Ziele und Ideen von Lula da Silva weiter fortsetzen wolle. Damit spielte Dilma Rousseff vor allem auf zahlreiche soziale Reformen an, die seit 2003 lanciert wurden. Natürlich sei auch das Wirtschaftswachstum ein wichtiger Faktor, um die sozialen Programme finanzieren zu können, sagte Rousseff.

Dilma Rousseff zeigte sich in ihrer Rede absolut überzeugt von dem Wahlprogramm ihrer Partei und scheint sich der Wiederwahl bereits sicher. Den Wahlkampf wird wie bereits bei der vorigen Wahl im Jahr 2010 der Verantwortliche João Santana organisieren. Er hatte bereits den erfolgreichen Wahlkampf von Dilma Rousseffs Vorgänger und Unterstützer Lula da Silva im Jahr 2006 geplant. Die nächsten Präsidentschaftswahlen finden in 2014 statt. (sg)