Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff auf dem Brasilianischen Forum für klimatische Veränderungen / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff auf dem Brasilianischen Forum für klimatische Veränderungen / Copyright: Agência Brasil

Gestern (04.04.) nahm die Präsidentin Dilma Rousseff am Brasilianischen Forum für klimatische Veränderungen (Fórum Brasileiro de Mudanças Climáticas) im Palast der Hochebene teil. Sie sprach noch einmal Kritikpunkte von Umweltschützern bezügliche der geplanten Projekte zum Wachstum Brasiliens an. Zu weiteren Diskussionen könne die Konferenz Rio+20, die im Juni in Rio de Janeiro stattfindet, genutzt werden.

Laut Rousseff habe Brasilien die Aufgabe, neue und vor allem realistische Paradigmen für das Wachstum des Landes vorzuschlagen.

Bezüglich der Projekte der Regierung bestätigte die Präsidentin, dass es sich hierbei um integrative Projekte handele und dass man versuche, Aspekte des Sozialwesens, der Wirtschaft und der Umwelt miteinander zu kombinieren.

Zuvor hatte Sílvia Alcântara, Repräsentantin des Brasilianischen Verbandes für Nichtregierungsorganisationen (Federação Brasileira de Ongs, kurz: FBONGS), zwei entwickelte Pläne der Regierung im Bereich Umwelt kritisiert, vor allem diejenigen, die mit der Stromgewinnung und Infrastruktur in Verbindung stehen.

Hierbei kritisierte Alcântara den Plan zur Stromgewinnung, der auf der Ausbeutung von Erdölreserven aus der sogenannten brasilianischen Pré-Sal-Schicht basiert, einer in der Tiefsee liegenden bis zu mehreren Kilometer dicken Salz- und Gesteinsschicht. Sie sehe die Gefahr, dass Brasilien bis 2020 weltweit den dritthöchsten Kohlendioxidausstoß vorweise, der Ursache des Treibhauseffektes ist.

Bezüglich der Befürworter der Windenergie merkte Rousseff an, dass diese Art von Energie keine verlässliche Quelle sei, da man immer von den Wetterbedingungen abhänge bleibe. Aus diesem Grund müsse man versuchen, auch andere alternative Energiegewinnungsquellen einzubeziehen.

Die Präsidentin sprach außerdem sanitäre Projekte in Verbindung mit dem Umweltschutz an. Diese seien nötig, um die Wasserqualität in den Städten zu erhalten. Auch sei ihrer Meinung die Familienlandwirtschaft ein geeigneter Weg zur Produktion von Biolebensmitteln. (ds)