Die Krankenhäuser sind in Rio de Janeiro häufig personell unterbesetzt / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Marina Dimitrova
Im Süden des Landes gibt deutlich mehr Ärzte / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Marina Dimitrova

Im Süden des Landes gibt deutlich mehr Ärzte / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Marina Dimitrova

In Brasilien gibt es derzeit laut einer Studie durchschnittlich rund 2 Ärzte pro Tausend Einwohner. Der Bericht wurde gestern vom Bundesrat der Medizin (Conselho Federal de Medicina, kurz: CFM) veröffentlicht. Die südlichen Regionen des Landes führen dabei das Ranking an. Dort gibt es pro Tausend Einwohner 2,67 Ärzte. Im Nordosten sinkt der Wert auf 1,23 Ärzte á 1.000 Brasilianer und der Norden erreicht den tiefsten Wert mit nur einem Arzt.

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen würden sich schon in den unterschiedlichen Werten zwischen den einzelnen  Bundesstaaten bemerkbar machen, erklärten Experten des CFM. Dabei führt Brasília die Liste mit 4,09 Ärzten an. In Minas Gerais sind nur lediglich 2,04 Mediziner pro tausend Einwohner aktiv.

Insgesamt wächst jedoch die Anzahl an Ärzten in Brasilien seit Jahrzehnten stetig an. 1970 gab es insgesamt rund 59.000 Mediziner in Brasilien, während es im letzten Jahr schon über 388.000 waren. In diesem Jahr soll die Zahl auf 400.000 Ärzte ansteigen.

Der Anstieg der Anzahl an brasilianischen Ärzten ist laut CFM in den letzten Jahrzehnten um das sechsfache mehr gestiegen als der Zuwachs der Bevölkerung. Pro Jahr gibt es einen Anstieg von rund vier Prozent bei praktizierenden Medizinern, bestätigt der Verantwortliche der Studie, Mario Scheffer.

Wie das Problem der ungleichen Verteilung gelöst werden kann, ging aus der Studie nicht hervor. An dieser Stelle sei die Politik gefragt, so Scheffer. (sg)