Präsident der Telebras, Caio Bonilha, über die geplanten Satelliten / Copyright: Agência Brasil
Präsident der Telebras, Caio Bonilha, über die geplanten Satelliten / Copyright: Agência Brasil

Präsident der Telebras, Caio Bonilha, über die geplanten Satelliten / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Regierung sieht vor, in den nächsten 13 Jahren drei geostationäre Satelliten für militärische Einsätze und zur strategischen Kommunikation ins All zu bringen. Der erste Satellit, über den bereits verhandelt wird, soll Mitte 2016 einsetzbar sein. Laut Angaben des Präsidenten des brasilianischen Telekommunikationsunternehmens TELEBRAS, Caio Bonilha, und des Beraters des Verteidigungsministeriums, Edwin da Costa, sei es Ziel, alle fünf Jahre ein neues Ausrüstungspaket herauszugeben. Da ein Satellit nur eine Lebensdauer von 15 Jahren hat, wird nach den ersten drei Paketen auch ein viertes herausgeschickt, um das erste zu ersetzen.

Der erste Satellit wird durch die ausländischen Unternehmen Thales Alenia und Airanespace gebaut. Überwacht soll der Vorgang allerdings vom nationalen Unternehmen VISIONA werden, einem Joint Venture des Luftfahrunternehmen EMBRAER (Empresa Brasileira de Aeronáutica S.A., das 51 Prozent Anteil hat) und des TELEBRAS (mit 49 Prozent).

Um die Sicherheit des Satellitenbetriebs zu garantieren, bleiben die beiden Kontrollstationen in militärisch abgesicherten Bereichen innerhalb Brasiliens. Laut da Costa solle der neue Satellit außer einer besseren Qualität und Informationssicherheit die Reichweite der militärischen Kommunikation verbessern. Dabei gäbe es drei Bereiche, zum einen die nationale Abdeckung, dann die regionale (diese betrifft den gesamten Atlantischen Ozean, Teile des Pazifischen Ozeans sowie Latein- und Zentralamerika) und eine mobile Reichweite. (ds)