Die Entsorgung des Mülls ist für Brasilien immer noch eine herausfordernde Aufgabe / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Luis Miguel Bugallo Sánchez
Die Entsorgung des Mülls ist für Brasilien immer noch eine herausfordernde Aufgabe / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Luis Miguel Bugallo Sánchez

Die Entsorgung des Mülls ist für Brasilien immer noch eine herausfordernde Aufgabe / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Luis Miguel Bugallo Sánchez

Eine große Herausforderung Brasiliens ist die adäquate Entsorgung von Müll und Sondermüll. Vor knapp zwei Jahren wurde in Brasilien deshalb ein Programm ins Leben gerufen, das die Entsorgung von Abfall und vor allem von Sondermüll besser regeln sollte. Dabei wurde unter anderem festgelegt, dass Privatpersonen ihren Sondermüll an die Unternehmen zurück führen können, deren Produkte diese Reststoffe verursachen.

Spezialisten fordern jetzt eine Initiative, die den brasilianischen Haushalten das Programm näher bringen soll, denn bislang nutzen relativ wenige Privatpersonen die Möglichkeit, den Sondermüll zu den Unternehmen zurückzubringen. Im Rahmen einer Veranstaltung des Brasilianischen Instituts für Gemeindeverwaltung (Instituto Brasileiro de Administração Municipal, kurz: IBAM) in Rio de Janeiro machten Spezialisten gestern (22.10.) aus diesem Grund den Vorschlag, den Brasilianern das Programm per Workshops zum Thema „ordnungsgemäße Entsorgung von Müll und Sondermüll“ vorzustellen. Dabei sollen vor allem die einzelnen Gemeinden eingebunden werden.

Wenn man in naher Zukunft nicht handeln würde, werde das Programm im Sande verlaufen, fürchteten einige Teilnehmer der Veranstaltung. Man müsse auch darüber nachdenken, steuerliche Anreize für die Haushalte zu schaffen, die eine ordnungsgemäße Entsorgung ihres Abfalls vornähmen, schlug Maurício Sellos, Koordinator des Programms Jogue Limpo (wörtlich: Wirf sauber weg!) vor.

Auch das brasilianische Ministerium für Umwelt übt Druck auf die Umsetzung des Programms aus. Bis 2014 will Brasilien seine alten Mülldeponien abschaffen und sie durch modernere, umweltfreundlichere Deponien ersetzen. Dies würde voraussetzen, dass die privaten Haushalte den Müll ordnungsgemäß trennen und Sondermüll eben an die Unternehmen oder an ausgewiesene Sammelstellen geben. (sg)