Magda Chambriard, Generaldirektorin des brasilianischen Erdölverbandes ANP, über die neuen Chancen der Erdölindustrie / Copyright: Agência Brasil
Magda Chambriard, Generaldirektorin des brasilianischen Erdölverbandes ANP, über die neuen Chancen der Erdölindustrie / Copyright: Agência Brasil

Magda Chambriard, Generaldirektorin des brasilianischen Erdölverbandes ANP, über die neuen Chancen der Erdölindustrie / Copyright: Agência Brasil

Gestern (15.04.) teilte die Generaldirektorin des brasilianischen Erdölverbandes ANP (Agência Nacional do Petróleo, Gás Natural e Biocombustíveis), Magda Chambriard, mit, dass das Unternehmen sich als Ziel für die nächsten zehn Jahre gesetzt hat, die Produktion von Erdöl und Erdgas im Land zu verdoppeln sowie auf neue Abbaugebiete zurückzugreifen. Somit müssten im nächsten Jahrzehnt 400 Milliarden US-Dollar allein in den Bereich der Dienstleistungen des Sektors investiert werden, um der hohen Nachfrage gerecht zu werden.

Die zahlreichen neuen Projekte in der Ölindustrie hätten große Chancen für brasilianische und ausländische Unternehmen mit sich gebracht, die im Land ansässig sind. Das Erdölunternehmen Petrobras sei das größte Unternehmen in der Branche, allerdings seien auch andere ausländische Unternehmen wie Shell und British Petroleum (BP) aktiv, zusätzlich zu den brasilianischen Firmen, OGX und Queiróz, die gerade stark wachsen. Chambriard erinnerte daran, dass 60.000 Arbeitsplätze im Land durch die erhöhte Nachfrage nach lokalen Zulieferern und die Revitalisierung der Schiffbauindustrie geschaffen wurden.

Für die elfte Lizenzvergabe (11ª Rodada de Licitação), die für Mai vorgesehen ist, hat die brasilianische Regierung angestrebt, die angebotenen Abbaugebiete zu dezentralisieren. Mit Ausnahme von einigen Blöcken im Bundesstaat Espírito Santo (im Südosten des Landes), liegen die neuen Gebiete vor allem im Nordosten und Norden Brasiliens. Damit würden insgesamt zehn Bundesstaaten von der Lizenzvergabe profitieren. „Wir wollen zeigen, dass Brasilien, wenn man an Erdöl denkt, viel mehr ist als der Südosten und die Pré-Sal-Schicht“, so Chambriard. (ds)