Fahrradteile aus China werden zukünftig höher besteuert / Copyright: Rodcrawford
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Die brasilianische Regierung hat die Importsteuer von zwei chinesischen Produkten erhöht. Der Import von Brillengestellen und einzelnen Produkten, die zum Bau von Fahrrädern benötigt werden, wird nun für China teurer. Pro Kilo müssen chinesische Produzenten zukünftig 1,56 US-Dollar (rund 1,15 Euro) mehr Steuern bezahlen.

Mit der Erhöhung der Steuer macht die Regierung Brasiliens von dem neuen Antidumping-Gesetz Gebrauch, welches verhindern soll, dass der brasilianische Markt von billigen Produkten aus dem Ausland überschwemmt wird. Durch die erhöhte Importsteuer wird damit die Produktion der brasilianischen Güter, die in ihrer Produktion vergleichsweise teurer sind, unterstützt.

Die protektionistische Maßnahme sei nötig, um den inländischen Produktionssektor zu schützen und konkurrenzfähig zu halten, erklärten Regierungsvertreter. Die brasilianische Regierung wird nun in einem Beobachtungsprozess ein Jahr lang jedes Quartal prüfen wie hoch das Produktionsvolumen und die Verkaufszahlen im internen Markt sind, um dann gegebenenfalls die Importsteuer anzupassen. Bis zu fünf Jahre kann der brasilianische Staat insgesamt von dem Antidumping-Gesetz bei einem Produkt Gebrauch machen. Neu an dem Antidumping-Gesetz ist , dass Importsteuern deutlich schneller erhöht werden können und es nicht wie zuvor eines monatelangen Prozesses Bedarf, um in Dumpingfällen aktiv zu werden.

Ausgenommen von der erhöhten Besteuerung der Brillengestelle sind Teile für Schutzbrillen, Sportbrillen und Brillen, die für den wissenschaftlichen Gebrauch benötigt werden. (sg)