Guido Mantega, Fernando Pimentel und Aloizio Mercadante / Copyright: Agência Brasil

Fernando Pimentel, Guido Mantega und Aloizio Mercadante / Copyright: Agência Brasil

Brasilien erhöht die Steuer für Autobauer, die ihre Produkte nach Brasilien importieren, um dreißig Prozentpunkte, was den Import für Fahrzeuge nun erschwert. Dies teilten gestern der Finanzminister Guido Mantega, der Minister für Entwicklung, Industrie und Außenhandel, Fernando Pimentel und der Minister für Wissenschaft, Technik und Innovation, Aloizio Mercadante mit. Diese Maßnahme soll die Industrie Brasiliens schützen, die unter billigen Importen, insbesondere aus China und Korea, leidet und soll somit die Konjunkturverlangsamung verringern.

Befreit seien Autobauer, die zu 65 Prozent brasilianische Bauteile für ihre Produktion nutzen und die in die Forschung und Entwicklung Brasiliens investieren. Des Weiteren müssten die Autobauer mindestens sechs von elf Herstellungsetappen innerhalb Brasiliens vollziehen.

In 60 Tagen werde Fernando Pimentel die Zulassung derjenigen Konzerne prüfen, die von der Steuer befreit werden können. Die Firmen hätten eine Frist von 15 Monaten, ihre Produktion umzustellen. Anderenfalls müssen sie die sogenannte „Steuer auf industrialisierte Produkte“ (Imposto sobre Produtos Industrializados, kurz: IPI) abführen.

Mit dieser Maßnahme, die bis zum 31. Dezember 2012 in Kraft tritt, soll die Wettbewerbsfähigkeit in Brasilien hergestellter Automobile gesteigert und die Produktion innerhalb des Landes angekurbelt werden. Brasilien hätte mit den Auswirkungen der internationalen Krise bereits zu kämpfen gehabt, so Mantega. Der Konsum von Automobilen steige an, werde aber derzeit stark durch Importe abgedeckt. Aus diesem Grund müsse die einheimische Industrie geschützt werden. (ds)