Die IPI-Steuer auf einige Haushaltsgeräte der Linha Branca wird bis Ende September erhöht / Copyright: Agência Brasil
Die IPI-Steuer auf einige Haushaltsgeräte der Linha Branca wird bis Ende September erhöht / Copyright: Agência Brasil

Die IPI-Steuer auf einige Haushaltsgeräte der Linha Branca wird bis Ende September erhöht / Copyright: Agência Brasil

Seit gestern (01.07.) erhöht sich in Brasilien die IPI-Steuer (Steuer auf industrialisierte Produkte, Imposto sobre Produtos Industrializados) bei Elektrogeräten der sogenannten Linha Branca wie Herde, einfachen Waschautomaten (Tanquinho) und Kühlschränke. Des Weiteren wird die Steuer auf Laminat, Leuchten, Holzpaneele und Tapeten teurer. Die Quoten sind bis Ende September gültig.

Eigentlich war es das Ziel der Regierung, die IPI-Steuer auf diese Produkte Stück für Stück abzuschaffen und gleichzeitig das Steuergleichgewicht aufrecht zu erhalten. Mit der Änderung erhöhen sich die Einnahmen im Sektor um 118 Millionen Reais (ca. 40,6 Millionen Euro) zwischen Juli und September. Der Finanzminister Guido Mantega bestätigte bereits, dass es keine Steuererleichterungen in diesem Bereich mehr geben wird.

Des Weiteren versicherte Mantega, dass die Unternehmen sich offenbar dafür einsetzen werden, dass sich die Steuererhöhung nicht auf den Endpreis der Verbraucher niederschlage. „Ich habe mit Verantwortlichen des Sektors gesprochen und die Unternehmer haben mich informiert, dass sie einen Weg finden möchten, die Erhöhung so auszugleichen, dass die Preise nicht steigen. Der Sektor tut sein Möglichstes, um weder die Verkäufe zu beeinträchtigen noch die Inflation zu erhöhen.“

Laut Luiza Trajano, Mitarbeiterin des Instituts für Entwicklung des Einzelhandels IDV (Instituto para o Desenvolvimento do Varejo), sei es besonders wichtig, vor allem den Konsum aufrechtzuerhalten. „Wenn es keinen Konsum gibt, so gibt es auch keine Arbeitsplätze. […] Brasilien hat mehr als fünf Millionen Brasilianer auf den Arbeitsmarkt geschickt. Wir müssen also konsumieren, gleichzeitig brauchen wir aber eine Straffung der Finanzpolitik. Ich habe das Gefühl, dass die Regierung derzeit sehr damit beschäftigt ist, eher letzteres zu erfüllen.“ (ds)