Die Kabinettschefin Gleisi Hoffmann bei der Bekanntgabe weiterer finanzieller Mittel für Gemeinden im semiariden Nordosten / Copyright: Agência Brasil

Die Kabinettschefin Gleisi Hoffmann bei der Bekanntgabe weiterer finanzieller Mittel für Gemeinden im semiariden Nordosten / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Regierung gab gestern (13.12.) bekannt, dass sie weitere 400 Millionen Reais (ca. 146,5 Millionen Euro) für die Notkreditlinien der Gemeinden im semiariden Nordosten, die unter der Dürre leiden mussten, zur Verfügung stellt.

Bereits im April dieses Jahres hatte die Regierung eine Milliarde Reais und im November weitere 500 Millionen Reais durch die Bank Banco do Nordeste für dieselben Zwecke freigegeben. Laut der Kabinettschefin Gleisi Hoffemann wurde die Gesamtsumme von 1,4 Milliarden Reais bereits für Darlehen für 201.000 Kreditmaßnahmen aufgebraucht. Der derzeitige Kredit sei nun für neue Darlehen verfügbar, so die Ministerin. Die Bedingungen wären die gleichen wie bei den letzten Krediten: ein Prozent Zinsen jährlich und eine Laufzeit von zehn Jahren für Familienlandwirtschaftsbetriebe; 3,5 Prozent Zinsen und acht Jahre Laufzeit für Landwirtschaftsbetriebe, die keine Familienbetriebe sind; und 3,5 Prozent Zinsen und fünf Jahre Laufzeit für die Industriebranche, den Handel und Dienstleister.

Die Gelder können dafür verwendet werden, um laufende Kosten zu begleichen, für betriebsnotwendiges Kapital oder für Investitionen in die bedürftigen Gemeinden im Nordosten Brasiliens und in Minas Gerais.

Problematisch sei auch die Verschuldung von Kleinproduzenten. Vor zwei Wochen hatten 150 Kleinproduzenten des Nordostens vor dem Palast der Hochebene protestiert, um die Streichung der Schulden zu erreichen. Laut Hoffemann würde sich das Finanz- und das Integrationsministerium um diese Angelegenheit kümmern. (ds)