Ungültige Kommunalwahlen im Oktober führten in einigen brasilianischen Städten zu Neuwahlen / Copyright: Agência Brasil
Ungültige Kommunalwahlen im Oktober führten in einigen brasilianischen Städten zu Neuwahlen / Copyright: Agência Brasil

Ungültige Kommunalwahlen im Oktober führten in einigen brasilianischen Städten zu Neuwahlen / Copyright: Agência Brasil

In neun brasilianischen Städten wurden an diesem Sonntag erneut Bürgermeister und Vizebürgermeister gewählt. In Brasilien hatten zwar bereits im Oktober Kommunalwahlen stattgefunden. In einigen Städten wurden diese jedoch annulliert, weil viele der Kandidaten, durch die Wahlgerichte nachträglich von der Wahl ausgeschlossen wurden.

Die Wahlen fanden verteilt im ganzen Land in den Städten Eugênio de Castro (Rio Grande do Sul), Novo Hamburgo (Rio Grande do Sul), Camamu (Bahia), Balneário Rincão (Santa Catarina), Campo Erê (Santa Catarina), Criciúma (Santa Catarina), Tangará (Santa Ctatarina), Sidrolândia (Mato Grosso do Sul) und in Bonito (Mato Grosso do Sul) statt. Insgesamt gaben rund 410.000 Wähler ihre Stimme ab.

Bis auf einige wenige Festnahmen, defekte elektronische Urnen und Störungen der elektrischen Versorgung gab es keinerlei Vorkommnisse. Die elektronischen Urnen wurden erstmalig bei der Kommunalwahl im Oktober 2012 eingesetzt und haben teilweise noch mit technischen Problemen zu kämpfen.

In Novo Hamburgo, im Bundesstaat Rio Grande do Sul fehlten am Wahltag rund 550 Wahlhelfer, die sich zuvor angemeldet hatten. Die Verantwortlichen ersetzten die fehlenden Personen durch Freiwillige vor Ort. Das zuständige Gericht in Rio Grande do Sul erklärte, dass die nicht angetretenen Wahlhelfer innerhalb von 30 Tagen eine nachvollziehbare Erklärung für ihr Fehlen bei Gericht vorlegen müssen. Ansonsten werde eine Strafe von mindestens 50 Prozent eines Monatsmindestlohn erhoben.

In mindestens weiteren 14 Städten und Gemeinden wird in den nächsten Wochen ebenso eine Neuwahl stattfinden. (sg)