Die Demonstranten fordern unter anderem mehr Einsicht in die Ausgaben des Staates / Copyright: Agência Brasil
Die Demonstranten fordern unter anderem mehr Einsicht in die Ausgaben des Staates / Copyright: Agência Brasil

Die Demonstranten fordern unter anderem mehr Einsicht in die Ausgaben des Staates / Copyright: Agência Brasil

Die Proteste für eine Verbesserung des brasilianischen Gesundheitssystems halten an. Seit Monaten demonstrieren Aktivisten für höhere Investitionen in den Gesundheitssektor. Einige Zugeständnisse hat die brasilianische Regierung bislang bereits gemacht. So zum Beispiel die Akquirierung von ausländischen Medizinern, um Stellen in der Peripherie und in ländlichen Regionen zu besetzen, die bislang unbesetzt waren.

Doch die Proteste der Bürger lassen nicht nach. Gestern (30.10.) organisierte der Nationale Gesundheitsrat (Conselho Nacional de Saúde, kurz: CNS) eine Kundgebung vor dem Nationalkongress in Brasília um für mehr finanzielle Mittel für das Gesundheitssystem Sistema Único de Saúde (kurz: SUS) zu demonstrieren. Die Demonstranten fordern eine Investition in Höhe von zehn Prozent der Einnahmen Brasiliens in das Gesundheitssystem. Sie erinnern die Regierung damit an ein Gesetz, das im vergangenen Jahr erlassen wurde und genau diese Investition vorsieht. Bislang ist der brasilianische Staat jedoch weit entfernt von einer Investition in dieser Größenordnung.

Die Präsidentin des CNS Maria do Socorro de Souza erklärte, dass sie außerdem eine höhere Transparenz bei den Ausgaben des Staates in das Gesundheitswesen forderten. Um die breite Masse von ihren Forderungen zu überzeugen wolle man in den kommenden beiden Jahren Aufklärungsarbeit in allen Bundesstaaten des Landes leisten. Das Gesundheitssystem sei schließlich ein wichtiger Pfeiler in der Gesellschaft Brasiliens. (sg)