Maisernte in Brasilien / Copyright: Agência Brasil
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Maisernte in Brasilien / Copyright: Agência Brasil

Das brasilianische Institut für Geografie und Statistik IBGE (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística) veröffentlichte gestern (09.01.) eine Studie, den „Systematischen Überblick über die Landwirtschaftsproduktion“ (Levantamento Sistemático da Produção Agrícola, kurz: LSPA) in Brasilien. Nachdem die brasilianische Landwirtschaft im vergangenen Jahr einen Umsatzrekord registrierte, was vor allem auf die verstärkte Getreideproduktion zurückzuführen ist, sollen laut Angaben des IBGE in diesem Jahr die Ernten von Getreide, Hülsenfrüchten und Ölsaatgut um 9,9 Prozent ansteigen. Das bedeutet, dass die Ernten 2013 187 Millionen Tonnen erreichen werden. Vergleichsweise wurden 2012 landesweit 162,1 Tonnen eingefahren.

Aus der Studie des IBGE geht außerdem hervor, dass die Ernte im vergangenen Jahr um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2011 angestiegen ist. Trotzdem blieben die Erträge im Dezember um 0,3 Prozent unter denen, die im November vorausgesagt wurden. 2012 machten die Reis-, Mais- und Sojaernten 91,6 Prozent der Gesamtproduktion im Land aus. Diese Lebensmittel wurden auf 85,1 Prozent der Anbaugebiete in ganz Brasilien angepflanzt. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Ernten von Mais um 7,3 Prozent und die von Soja um 2,7 Prozent an. Allerdings konnte ebenso ein Rückgang der Ernten von Reis um 13,7 Prozent festgestellt werden.

Die Landwirtschaft in Brasilien hatte im vergangenen Jahr vor allem mit stark anhaltenden Dürren im Süden und Nordosten des Landes zu kämpfen. Außerdem kam es zu Absatzschwierigkeiten aufgrund der langsamer wachsenden Wirtschaft in China und den Sparmaßnahmen der Europäischen Union. (ds)