Die medizinische Versorgung soll durch das Programm deutlich verbessert werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Val Gempis
Die medizinische Versorgung soll durch das Programm deutlich verbessert werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Val Gempis

Die medizinische Versorgung soll durch das Programm deutlich verbessert werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Val Gempis

Bereits in der nächsten Woche nehmen die ersten ausländischen Mediziner, die im Rahmen des Programm Mais Médicos (wörtlich: Mehr Ärzte) nach Brasilien gekommen waren, ihre Arbeit auf. Das Programm wurde von der brasilianischen Regierung lanciert, um das Gesundheitssystem des Landes zu verbessern. Dabei werden die externen Mediziner an solchen Posten eingesetzt, an denen sich kein brasilianischer Arzt finden lässt: vor allem geht es dabei um Peripherien und ländliche Gegenden.

Ab nächstem Montag (04.11.) sollen nun rund 2.000 Ärzte auf Gesundheitsposten (Unidades básicas de Saúde) in 783  Gemeinden eingesetzt werden und ihre Arbeit beginnen. Brasiliens Gesundheitsminister Alexandre Padilha begrüßte bereits am Samstag (26.10.) die ersten Ärzte, die an ihren zukünftigen Arbeitsplätzen eintrafen. Bevor die Mediziner jedoch mit ihrer Arbeit beginnen, werden sie in den jeweiligen Hauptstädten der Bundesstaaten über die medizinischen Probleme der einzelnen Regionen unterrichtet und erfahren die wichtigen Details des medizinischen Versorgungsnetzes.

Dem Nordosten des Landes werden verhältnismäßig viele Ärzte zugeteilt, weil der Mangel an Mediziner dort am größten ist. Rund 928 Ärzte werden dort eine Anstellung zugewiesen bekommen. An zweiter Stelle befindet sich der Südosten mit 517 Ärzten, gefolgt vom Norden mit 358 Medizinern.

Die Mediziner erhalten eine Art Stipendium von 10.000 Reais (rund 3.300 Euro) im Monat. Für Unterkunft und Verpflegung muss jeweils die Gemeinde aufkommen. (sg)