Der schwache Wechselkurs zum US-Dollar begünstigt den Außenhandel. / Copyright: Agência Brasil Real-Moeda Nacional

Brasilien verzeichnet einen satten Handelsüberschuss. Die schwache wirtschaftliche Konjunktur, der schlechte Wechselkurs zum US-Dollar und der damit verbundene Rückgang der Importe haben zum höchsten Exportüberschuss im Monat September seit 2011 geführt.

Im vergangenen Monat wurden Waren im Wert von 2,944 Milliarden US-Dollar (etwa 2,64 Mrd. Euro) mehr exportiert als eingeführt, so der Estado de S. Paulo. Zwar sanken auch die Exporte um 13,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Rückgang bei den Importen hingegen betrug aber im Vorjahresvergleich 32,7 Prozent.

Während die Ausfuhren einen Gesamtwert von 16,148 Mrd. US-Dollar (etwa 14,45 Mrd. Euro) erreichten, sanken die Einfuhren auf 13,204 Mrd. US-Dollar. Laut dem zuständigen Ministerium für Entwicklung, Industrie und Außenhandel (MDIC) ist dies das beste Ergebnis seit 2011, berichtet der Estadão. Bis Oktober 2015 belief sich der Handelsüberschuss damit auf 10,25 Mrd. US-Dollar.

Der Rückgang der Importe folgt dabei der schwächelnden Wirtschaft im Land. Zudem ist der rapide Wertzuwachs des US-Dollar von fast 50 Prozent gegenüber dem Real verantwortlich für weniger Einkauf im Ausland und führt gleichzeitig zu mehr Wettbewerbsvorteilen auf dem Weltmarkt. Der Regierung scheinen diese Zahlen eine Verschnaufpause zu bereiten. Zuletzt war sie wegen der schlechten Wirtschaftslage und geringen Steuereinnahmen massiv unter Druck geraten.

Laut Außenhandelsminister Armando Monteiro wird der Überschuss im laufenden Jahr sogar 15 Milliarden US-Dollar erreichen. Für das Folgejahr sieht seine Prognose gar einen Überschuss von 25 Milliarden US-Dollar vor – vorausgesetzt der Wechselkurs bleibt auf dem derzeitigen Stand, so Monteiro. (ms)

Quelle: Estado de S. Paulo