Der brasilianische Sekretär für Sozialpolitik, Leonardo Rolim / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Sekretär für Sozialpolitik, Leonardo Rolim / Copyright: Agência Brasil

Die Sozialvorsorge Brasiliens möchte das Jahr mit 70,5 Prozent der Abgaben der arbeitenden Bevölkerung schließen. Derzeit würden die Abgaben bei 67 Prozent liegen. Dies ist eines der Ziele des sogenannten „Strategischen Plans für Sozialvorsorge 2012-2015“ (Plano Estratégico da Previdência Social) dar. Laut des Sekretärs für Sozialpolitik, Leonardo Rolim, wolle man die Abgaben für die Sozialvorsorge in einer Höhe von 77 Prozent bis 2015 erreichen, das bedeute die Aufnahme von 16 Millionen Menschen.

„Wir arbeiten an einem großen Plan, der breite Bevölkerungsschichten in die Sozialvorsorge mit einbezieht, bei denen bisher geringe Vorsorge besteht. Hierbei handelt es sich um Landarbeiter, Personen mit Behinderungen, selbstständige Unternehmer, Kooperativen, Hausfrauen mit geringem Monatseinkommen, Hausarbeiter sowie die Bevölkerung, die die Sozialleistungen des Familienprogramms Bolsa Família bezieht“, so Rolim.

Des Weiteren teilte er mit, dass das Ministerium für Sozialvorsorge seit 2009 begonnen habe, die Richtlinien zur Aufnahme zugunsten einiger sozialer Gruppen in die Sozialvorsorge zu lockern, wie zum Beispiel für den selbstständigen Kleinunternehmer.

„Unter den Arbeitern, die im informellen Sektor tätig sind, befanden sich elf Millionen selbständige Unternehmer und wir konnten bereits zwei Millionen in die Sozialvorsorge mit einbeziehen. Eine andere wichtige Zielgruppe sind Hausfrauen mit geringem Monatseinkommen, da die meisten von ihnen keinerlei Vorsorge hat.“

Der Plan zur Sozialvorsorge wurde vergangene Woche dem Nationalen Rat für Sozialvorsorge präsentiert. (ds)