China und Saudi-Arabien werden voraussichtlich in der zweiten Dezemberhälfte ihre Importe an brasilianischem Rindfleisch wieder aufnehmen. / Copyright: Wikimedia Commons, MCB
China und Saudi-Arabien werden voraussichtlich in der zweiten Dezemberhälfte ihre Importe an brasilianischem Rindfleisch wieder aufnehmen. / Copyright: Wikimedia Commons, MCB

China und Saudi-Arabien werden voraussichtlich in der zweiten Dezemberhälfte ihre Importe von brasilianischem Rindfleisch wieder aufnehmen. / Copyright: Wikimedia Commons, MCB

China und Saudi-Arabien werden voraussichtlich wieder bis Dezember brasilianisches Rindfleisch einkaufen, sagte der Minister für Landwirtschaft, Viehzucht und Versorgung, Neri Geller am Mittwoch (18.11). Die beiden Länder hatten ein Embargo gegen das Fleisch bereits im Jahr 2012 verhängt, weil eine atypischer Fall von Rinderkrankheit, bekannt als BSE, aufgetaucht war.

Laut Geller wird China bereits ab kommender Woche den Import des Rindfleisches wieder aufnehmen, während Brasilien in der ersten Dezemberhälfte seine Ausfuhren an die Asiaten wieder aufnehmen will. Das Ende des Embargos wurde schon im Juli bekanntgegeben nach einem Gespräch zwischen Präsidentin Dilma Rousseff und Präsident Xi Jinping. Allerdings wurde die Restriktion offiziell erst am Samstag (15.11) aufgehoben.

Im Fall von Saudi-Arabien ist immer noch eine Delegation im Land unterwegs, um in der kommenden Woche brasilianische Fleischhersteller zu besuchen. Laut dem Minister ist das der letzte Schritt vor der Befreiung vom Embargo. „Im Gegensatz zum Iran, wo man das Protokoll unterzeichnet und den Import freigibt, müssen sie sich vor Ort selbst ein Bild machen und einen Erlass aufsetzen“, sagte Geller. Er rechnet damit, dass der Verkauf auch in der zweiten Dezemberhälfte wieder startet.

Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums importierte China im Jahr 2012 vor dem Embargo Rindfleisch aus Brasilien im Wert von 74,87 Millionen US-Dollar. Der Persische Golf, wo sich Saudi-Arabien befindet, importierte im Wert von 250 Millionen Reais. Mit der Wiederaufnahme der brasilianischen Exporte geht man davon aus, dass die Verkäufe nach China auf einen Wert zwischen 700 Millionen und 1,2 Milliarden US-Dollar erreichen. Im Fall des Persischen Golfs soll der Umsatz zwischen 500 und 600 Millionen Dollar US-Dollar schwanken. (ls)