Ausländische Diplomaten besichtigen derzeit brasilianische Landwirtschaftsbetriebe / Copyright: Agência Brasil
Ausländische Diplomaten besichtigen derzeit brasilianische Landwirtschaftsbetriebe / Copyright: Agência Brasil

Ausländische Diplomaten besichtigen derzeit brasilianische Landwirtschaftsbetriebe / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Landwirtschaft ist einer der produktivsten Sektoren weltweit. Im Zuge der raschen Entwicklung wurde jedoch vernachlässigt, genügend Fachkräfte für den Bereich auszubilden. Beim 14. Kongress für Agrarbusiness diskutierten gestern (07.11.) Experten der Nationalen Gesellschaft für Landwirtschaft (Sociedade Nacional da Agricultura, kurz: SNA) und dem Brasilianischen Unternehmen für Landwirtschaftsstudien (Empresa Brasileira de Pesquisa Agropecuária, kurz: Embrapa) die Problematik.

Der Präsident des Embrapa, Maurício Lopes, erklärte, dass die Lösung des Problems in einer universitären Ausbildung liege. Dort könne man junge Leute zu Agrarexperten ausbilden. Die Komplexität des Agrarsektors mache eine umfassende qualifiziete Qualifikation notwendig. Man müsse Fachkräfte ausbilden, die den gesamten Sektor überblicken, Zusammenhänge herstellen können, um langfristig das Beste aus der Landwirtschaft rauszuholen, ohne die Umwelt zu belasten. Landwirtschaft heute bedeute, dass man Kenntnis über die internationalen Märkte hat, inklusive Kompetenz in Wechselkursgeschäften und Import- bzw. Exportquoten. Zusätzlich ist ein breites Wissen im Bereich Logistik erforderlich.

Lopes schlug eine Zusammenarbeit mit den Universitäten vor, um deren Lehrinhalte an die Anforderungen anzupassen. Momentan gebe es 70 Universitäten und Institute, die Agrarwissenschaften anbieten würden. Deren Programm müsste jedoch im besten Fall laufend an Neuerungen angepasst werden. Antonio Alvarenga, Präsident der SNA, fügte hinzu, dass man auf der anderen Seite jedoch die jungen Menschen davon überzeugen müsse, dass der Landwirtschaftssektor ein vielversprechender Bereich mit Zukunft ist. (sg)