Luciano Coutinho, Präsident der Nationalen Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung BNDES / Copyright: Agência Brasil

Luciano Coutinho, Präsident der Nationalen Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung BNDES / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Nationale Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social, kurz: BNDES) untersucht gerade die Möglichkeiten, den brasilianischen Produktionssektor durch internationale Firmen finanzieren zu lassen.

Laut Luciano Coutinho, Präsident der Bank, könne sich die Institution dieses Jahr wieder auf die Suche nach Ressourcen auf dem internationalen Markt begeben. „Im vergangenen haben wir bereits gute Ergebnisse damit erzielt, so dass wir sogar noch etwas Spielraum mit ausländischen Geldern haben.“

Die BNDES konnte 2011 200 Millionen Schweizer Franken durch Anleihen mit Fälligkeit bis 2016 erlangen. Seit 2008 wurden Beträge in Höhe von drei Milliarden US-Dollar und 750 Millionen Euro akquiriert.

Coutinho bekundete, dass die Prioritäten für Finanzierungen im Bereich der Innovation und Technik, der Kleinunternehmen und der Ausweitung der Investitionen für die Infrastruktur lägen. Diese seien für die Entwicklung Brasiliens besonders wichtig. Außerdem solle in die regionale Entwicklung mit Hinblick auf die ärmsten Gebiete des Landes investiert werden.

Weitere Prioritäten stellen die Bereiche Erdöl und -gas, Informationstechnologie sowie der Energiesektor mit Hauptaugenmerk auf erneuerbare Energien dar.

2011 konnte die BNDES 16 Milliarden Reais (ca. sieben Milliarden Euro) in elektrische Energie investieren. Davon wurden sieben Milliarden Reais für Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien eingesetzt, mit Spezialisierung auf die Windenergie. Laut Coutinho soll auch weiterhin in diesen Sektor investiert werden. Er erhoffe sich, dass die Ressourcen dafür dieses Jahr auf 19 Milliarden Reais steigen. Dies hänge natürlich auch von neuen Ausschreibungen ab. (ds)