Die reichhaltigen Ernten brasilianischer Landwirte benötigen mehr Lagerräume/ Copyright: Wikimedia Creative Commons
Die reichhaltigen Ernten brasilianischer Landwirte benötigen mehr Lagerräume/ Copyright: Wikimedia Creative Commons

Die reichhaltigen Ernten brasilianischer Landwirte benötigen mehr Lagerräume/ Copyright: Wikimedia Creative Commons

In dem wöchentlichen Interview „Café com a Presidenta“ (wörtlich: Frühstück mit der Präsidentin) stellte die brasilianische Regierungschefin Dilma Rousseff gestern (10.06.) die Finanzierung zahlreicher Getreidespeicher im Rahmen des Landwirtschafts- und Viehzuchtplans 2013/2014 (Plano Agrícola e Pecuário 2013/2014) vor.

Der momentane Speicherplatz der Nationalen Gesellschaft für Versorgung (Companhia Nacional de Abastecimento, kurz: Conab) soll mit Hilfe von privaten Investitionen und öffentlichen Geldern in den kommenden fünf Jahren verdoppelt werden. Damit würden insgesamt Lagerräume von bis zu 65 Millionen Tonnen geschaffen werden. Die Regierung Brasiliens will den Bau der Speicher mit 25 Milliarden Reais (rund 8,84 Milliarden Euro) unterstützen. Privaten Investoren verspricht Dilma Rousseff geringe Zinsen.

Die Vereinten Nationen hatten zuletzt die geringen Lagerplätze Brasiliens für Getreide und andere Grundnahrungsmittel kritisiert. Die Präsidentin erklärte, dass neue Speicher vor allem in den Regionen entstehen werden, die immer wieder mit Versorgungsengpässen zu kämpfen haben. Dazu zählt Dilma Rousseff beispielsweise den Nordosten Brasiliens. Dort kam es in der Vergangenheit aufgrund von Dürreperioden zu einem Ausfall der lokalen Ernte.

Neue Getreidelager sollen aber auch an strategisch wichtigen Verteilungspunkten erbaut werden, um modernen Logistiksystemen entgegen zu kommen. Immerhin sei jedes vierte landwirtschaftliche Produkt auf dem Weltmarkt aus Brasilien. Diesen Vorteil dürfe man nicht aufgrund mangelnder Lagerstätten verspielen. (sg)