Nur rund 26 Prozent der Brasilianer können als vollständig alphabetisiert bezeichnet werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Stilfehler

Rousseff empfiehlt, die Einnahmen aus dem Erdöl- und -gasgeschäft in das Bildungswesen Brasiliens zu investieren / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, Stilfehler

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff sprach gestern (01.10.) auf einer von der Zeitschrift Carta Capital gesponserten Veranstaltung über die mögliche Verwendung der Finanzmittel, die aus dem Erdöl- und Erdgasabbau der Pré-Sal-Schicht der Küste Brasiliens hervorgehen. Diese sollen in das Bildungswesen Brasiliens fließen. Laut Rousseff seien die Investitionen in die Bildung der vergangenen Jahre noch nicht ausreichend und könnten nur mit den Gewinnen aus dem Erdölsektor erhöht werden.

„Ich denke, dass ein wichtiges Thema außer den derzeitigen Wahlen die Einnahmen aus der Gewinnung von Erdöl und -gas sind. Das betrifft sowohl die Sondererlöse aus dem Erdölgeschäft (den sogenannten royalties) als auch den Sozialfonds der Pré-Sal-Schicht. Wir müssen diskutieren, in welche Bereiche diese Einnahmen fließen sollen. Dabei muss klar sein, wie wichtig das Bildungswesen ist“, so teilte Rousseff mit.

Die Investitionen in das Bildungswesen sollen stetig ansteigen und somit auch einen höheren Prozentsatz des Bruttoinlandsprodukts (BIP) einnehmen, damit die Entwicklung Brasiliens mittel- und langfristig garantiert wird. Der Nationale Bildungsplan PNE (Plano Nacional de Educação), der bereits vom Spezialausschuss genehmigt wurde, aber noch dem Plenum des Abgeordnetenhauses vorgelegt werden muss, sieht vor, dass Brasilien in zehn Jahren zehn Prozent des BIP in Bildung investiere.

Rousseff hob weiterhin hervor, dass die Verbesserung des Unterrichts zudem fundamental sei, um die Nachhaltigkeit der neuen Mittelschicht zu garantieren, die sich in den letzten Jahren enwickelt hat. (ds)