Wartungen an den Anlagen bescherten dem Unternehmen Gewinneinbußen im Jahr 2012 / CC Foto: Ralf Roletschek
Die brasilianische Regierung will zukünftig flexibler auf Presischwankungen des Weltmarkts reagieren können / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Ralf Roletschek

Die brasilianische Regierung will zukünftig flexibler auf Presischwankungen des Weltmarkts reagieren können / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Ralf Roletschek

Der brasilianische Finanzminister, Guido Mantega, gab gestern (05.02.) bekannt, dass die Preise für Brennstoff zukünftig häufiger geändert würden, um flexibler auf die internationalen Preisschwankungen reagieren zu können und so die Wettbewerbsfähigkeit Brasiliens zu stärken.

Ob es einen erneuten Anstieg der inländischen Preise für Benzin und Diesel geben werde, gab Mantega nicht bekannt. Er sagte jedoch, dass die Regierung über eine neue Preispolitik von Petrobras, dem größten halbstaatlichen Mineralölunternehmen, nachdenken müsse. Dass es zu Preisschwankungen kommen könne, sei jedoch eine völlig normale Entwicklung. Teilweise habe Petrobras und die Regierung nicht einmal Einfluss auf diese Preisschwankungen, da externe Faktoren eine große Rolle spielen. Nähere Informationen wollte der Minister nicht geben, er legte den Fokus auf die Angleichung des Preises für Brennstoff an die Weltmarktpreise. Mantega reagierte damit auf Aussagen der Präsidentin von Petrobras, Graça Foster, die zuvor erklärte, dass die getätigten Preissteigerungen von 6,6 Prozent bei Benzin und von 5,4 Prozent bei Diesel unzureichend gewesen seien.

In den vergangenen fünf Jahren stiegen die Preise für Brennstoffe in den brasilianischen Raffinerien um 85 Prozent an, während der Anstieg der Inflation laut brasilianischem Verbraucherpreisindex (Índice Nacional de Preços ao Consumidor Amplo, kurz: IPCA) sich auf 60 Prozent belief. Dabei machte Mantega deutlich, dass dieser enorme Preisanstieg nicht auf die Konsumenten abgewälzt, sondern durch Intervention des Staates abgefangen wurde. (sg)