Auch der Flughafen Guarulhos von Sao Paulo ist in der Erweiterung. Hier Terminal 1. / Copyright: WikiCommons  Autor: Tango21961
Auch der Flughafen Guarulhos von São Paulo ist in der Erweiterung. Hier Terminal 1. / Copyright: WikiCommons  Autor: Tango21961

Auch der Flughafen Guarulhos von São Paulo ist in der Erweiterung. Hier Terminal 1. / Copyright: WikiCommons Autor: Tango21961

Der Präsident der International Air Transport Association (IATA) Tony Tyler spricht Brasilien sein Vertrauen bei der Abfertigung der zusätzlichen Fluggäste während der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft aus. Nach einem Besuch im Brasilien-Büro der IATA in São Paulo äußerte sich Tyler während einer Pressekonferenz am vergangenen Donnerstag (20.2.) zuversichtlich. Tyler gehe davon aus, dass die brasilianischen Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber den zusätzlichen Andrang bewältigen werden, wie die brasilianische Tageszeitung Valor Econômico berichtet. Der IATA-Chef reagiert damit auf Zweifel an den Kapazitäten brasilianischer Flughäfen.

Laut der Zeitung bestätigte Tyler, dass „alle Seiten – Regierung, Gesellschaften und Flughafenbetreiber – die Nachfrage bedienen werden“. Es gebe jedoch noch immer kleinere Baustellen. Insbesondere die Gepäckabfertigung und Gepäcklogistik stellten aktuell besondere Herausforderungen dar. Ebenso sei die Abfertigung sehr großer Flugzeuge wie des Airbus A380 und der neuen Generation der Boeing 787 nicht überall geklärt. Diese könnten während der WM bereits zum Einsatz kommen. Tyler, der als IATA-Chef die 240 größten Gesellschaften vertritt, sprach während seines Brasilienbesuches bezüglich der Größe der Airports auch mit Vertretern der Flughafenbetreiber.

“Wir müssen auch Fragen klären, die Steuern und Kraftstoffpreise betreffen“, wird der IATA-Präsident zitiert. Kerosin hat in Brasilien einen Anteil von 43 Prozent an den Ausgaben einer im Inland tätigen Fluggesellschaft. Dies seien zehn Prozent mehr als der weltweite Durchschnitt. „Der Luftfahrtsektor ist ein Katalysator wirtschaftlicher Aktivitäten.“ Das müsse die Regierung verstehen, so Tyler. (ms)