Im Bundesstaat Mato Grosso herrschen Platzprobleme bei der Lagerung von Mais / Copyright: Agência Brasil
Die Landwirtschaft produziert die wichtigsten Exportprodukte Brasiliens / Copyright: Agência Brasil

Die Landwirtschaft produziert die wichtigsten Exportprodukte Brasiliens / Copyright: Agência Brasil

Der neue Präsident der brasilianischen Nationalen Akademie für Landwirtschaft (Academia Nacional de Agricultura) Roberto Rodrigues will im Rahmen seiner Amtszeit neue Ziele erreichen. In Zusammenarbeit mit der Getúlio Vargas-Stiftung (Fundação Getulio Vargas, kurz: FGV) will er die Akademie zu einem Thinktank der Landwirtschaft umgestalten.

Die Arbeit der Akademie soll dabei weit über die pure Diagnostik von Problemen hinausgehen. In einem Interview mit der brasilianischen Nachrichtenagentur Agência Brasil erklärte Rodrigues, dass praktische Lösungen gefunden werden sollen, die sowohl auf die Bedürfnisse der Politik, als auch den Anforderungen der Privatwirtschaft gerecht werden. Der Präsident stellte außerdem die wichtige Position der Landwirtschaft für die gesamte Wirtschaft Brasiliens heraus. Dem Sektor sei die positive Handelsbilanz des Landes zu verdanken.

Dennoch gebe es innerhalb des Bereichs einige Baustellen, die dringend konstruktiver Lösungen bedürfen. Beispielhaft nannte er die Notwendigkeit eines umfassenden Versicherungsschutzes für landwirtschaftliche Betriebe. Um ein Versicherungssystem zu etablieren, wie es in vielen Industrienationen bereits existiert, müssten jedoch Politik und private Wirtschaft eng miteinander zusammenarbeiten, betonte Rodrigues.

Ein weiteres Ziel, das der neue Präsident gerne erreichen möchte ist die Unterzeichnung von bilateralen Verträgen im Bereich der Landwirtschaft. Bislang habe Brasilien keinerlei Abkommen mit anderen Ländern getroffen. Dabei könne das Land von der Zusammenarbeit mit anderen Nationen profitieren. Seine Amtszeit tritt Rodrigues an diesem Donnerstag, den 15. August an. (sg)