Brasilianische Wissenschaftler entdeckten eine dürreresistente Pflanze / Copyright: Embrapa
Brasilianische Wissenschaftler entdeckten eine dürreresistente Pflanze / Copyright: Embrapa

Brasilianische Wissenschaftler entdeckten eine dürreresistente Pflanze / Copyright: Embrapa

Im Rahmen einer neuen Studie des brasilianischen Unternehmens für landwirtschaftliche Forschung EMBRAPA (Empresa Brasileira de Pesquisa Agropecuária) in Zusammenarbeit mit der Universität von Rio de Janeiro UFRJ (Universidade Federal do Rio de Janeiro) entdeckten Forscher in einer Kaffeepflanze das Gen CAHB12, das gegen Dürre resistent ist.

Durch diese Entdeckung könnten die Probleme der Ernteeinbußen aufgrund von Trockenheit, mit denen Brasilien ständig und vor allem im letzten Jahr zu kämpfen hatte, gelöst werden. Der nächste Schritt sei, das Gen nun in andere Pflanzen einzuführen, wie Zuckerrohr, Reis, Weizen, Soja und Baumwolle, um schließlich die Verhaltensweise des Gens zu beobachten. Wenn alles wie erwartet läuft, dann kann die Technologie in einem Zeitraum von fünf bis sechs Jahren auf dem Markt angeboten werden.

Laut Angaben eines Forschers der EMBRAPA, Eduardo Romano, könnte die Technologie Kleinbauern, die von der Dürre betroffen sind, zu einem niedrigen Preis angeboten werden. „Wir haben immer daran gedacht, Technologien zu entwickeln, die die soziale Integration vorantreiben und dazu beitragen, dass soziale Probleme verringert werden.“

Romano erklärte weiter, dass das neue Gen in vielerlei Hinsicht eingesetzt werden könne. Außer der Bekämpfung der Dürreauswirkungen wäre es beispielsweise möglich, Wasser zu sparen. 70 Prozent des Süßwassers würde in der Welt für die Landwirtschaft eingesetzt werden. Mit dem Bevölkerungsanstieg müssten mehr Lebensmittel produziert werden und das idealerweise mit weniger Wasser.

Die Entdeckung des Gens der EMBRAPA und der UFRJ wurde bereits beim brasilianischen Institut für industrielles Eigentum INPI (Instituto Nacional de Propriedade Industrial) registriert. Der nächste Schritt sei die Anmeldung eines internationalen Patents mittels des Zusammenarbeitsvertrags PCT der Weltorganisation für geistiges Eigentum. (ds)