Außenminister Antonio Patriota sprach sich für den Rückkehr Paraguays in den Mercosul aus / Copyright: Agência Brasil

Außenminister Antonio Patriota sprach sich für die Rückkehr Paraguays in den Mercosul aus / Copyright: Agência Brasil

Die Rückkehr von Paraguay zum Staatenbund Mercosul könnte vor den paraguayischen Präsidentschaftswahlen im April 2013 vonstattengehen, teilte Brasiliens Außenminister Antonio Patriota am vergangenen Freitag (06.10.) mit. Zunächst müssten sich allerdings die anderen Mitglieder des Mercosuls mit den Maßnahmen des Landes einverstanden erklären, die demokratische Ordnung durch Wahlen wiederherzustellen.

Mit dem Ausschluss Paraguays reagierten die Mitglieder des Mercosuls, Brasilien, Argentinien und Uruguay, auf die Amtsenthebung des Präsidenten Fernando Lugo im Juni dieses Jahres. Das Ereignis wurde von den anderen südamerikanischen Staaten als verfassungswidrig eingestuft.

„Wir erwarten, dass Paraguay schnellstmöglich zurückkehrt, sobald die Demokratie wiederhergestellt ist. Die Vorbereitungen auf die Wahlen wird von den Mitgliedern als positiv angesehen“, so Patriota nach einem Treffen mit dem Außenminister Uruguays, Luis Almagro.

Des Weiteren teilte Patriota mit, dass die Mitglieder des Mercosuls seit der Amtsenthebung Lugos nicht nach Paraguay zurückgekehrt seien und dass sie nicht unbedingt das nächste Gipfeltreffen im Dezember in Brasília abwarten müssten, um die Problematik zu klären.

Außerdem versicherte der Außenminister, dass der vorläufige Ausschluss Paraguays aus dem Mercosul keine negativen Auswirkungen auf das Nachbarland genommen hätte, obwohl Paraguay Entschädigung verlangt hatte. Laut Patriota wäre der bilaterale Handel zwischen Paraguay und Brasilien in den letzten Monaten sogar angestiegen.

Almagro zeigte sich bezüglich der Rückkehr Paraguays zum Mercosul etwas zurückhaltender und betonte, dass man die Wahlen abwarten müsse, damit eine Lösung für das Land gefunden werden kann. (ds)