Durch das neue Gesetz, ist es von nun an möglich, Transaktionen per Handy zu erledigen / Copyright: Agência Brasil
Durch das neue Gesetz, ist es von nun an möglich, Transaktionen per Handy zu erledigen / Copyright: Agência Brasil

Durch die Fusion soll vor allem der Markt in Afrika erobert werden. / Copyright: Agência Brasil

In einem offiziellen Dokument der brasilianischen Regierung wurde gestern (14.01.) mitgeteilt, dass der Verwaltungsrat zum Schutz der Wirtschaft (Conselho Administrativo de Defesa Econômica, kurz: Cade) einer Fusion des brasilianischen Telekommunikationsunternehmens Oi und dem portugiesischen Pendant Telekom Portugal (kurz: PT) zugestimmt hat. Das Kartellamt hatte keine Einwände gegen die Fusion. Der Hauptverantwortliche des Cade Paulo Vinícius Ribeiro de Oliveira erklärte, dass die beiden großen Unternehmen ohne Weiteres allen Bedingungen des Verwaltungsrates zugestimmt hätten. Dennoch werde das Amt das Vorgehen der Unternehmen stark kontrollieren, um mögliche kartellähnliche Schritte zu vermeiden.

Bereits im Jahr 2011 hatten die beiden Unternehmen angekündigt, ihre Fusion in die Wege zu leiten. Zukünftig will der Unternehmensverbund nun seinen Markt in allen portugiesischsprachigen Ländern ausbauen. Bislang agierte Oi lediglich in Brasilien. Mit dem Kauf von 79 Prozent der Anteile von  Brasil Telecom S.A. im Jahr 2009 ist Oi eines der größten Telekommunikationsunternehmen Brasiliens. Portugal Telekom bediente bislang die Absatzmärkte in Portugal (zu 66,8 Prozent), in Brasilien (zu 33,2 Prozent) und in den portugiesischsprachigen Ländern Afrikas.

Wirtschaftsexperten der Cade kritisierten zunächst die große Konkurrenz für andere brasilianische Telekommunikationsunternehmen, die durch diese Fusion entsteht. Doch Vertreter der Unternehmen konnten die Mitarbeiter des Cade überzeugen, dass der interne Markt nicht geschädigt werde. (sg)