Optikfaser für schnelle Fernsehübertragung und INternet in allen WM-Städten. / Copyright: WikiCommon Autor: Hustvedt
Optikfaser für schnelle Fernsehübertragung und INternet in allen WM-Städten. / Copyright: WikiCommon Autor: Hustvedt

Optikfaser für schnelle Fernsehübertragung und Internet in allen WM-Städten. Auflage der FIFA. / Copyright: WikiCommon Autor: Hustvedt

Wie die brasilianische Tageszeitung Folha de São Paulo am gestrigen Donnerstag (21.11.) berichtete, stehe die Vernetzung durch Breitbandfasern an den Austragungsorten der Fußball-WM kurz vor dem Abschluss. Laut der für die Verlegung der Netze zuständige Agentur Telebras habe das nahende sportliche Großereignis dazu geführt, den Prozess der Durchführung um bis zu vier Monate zu verkürzen. Zuletzt hatte die Telebras laut eigenem Bekunden immer wieder die Erfahrungen gemacht, dass die Verlegung der Internetkabel auf Breitbandniveau durch Genehmigungsverfahren in lokalen Behörden ins Stocken kam und sich über viele Monate hinzog.

Neben dem Nutzen für ein schnelles Internet dienen die Optik-Kabel auch der Fernseh-Live-Übertragung. In einem Großteil der Fußballstandorte muss die Telebras die Kabel in die Stadien verlegen. Sie sind eine Grundbedingung der FIFA gewesen. In den WM-Städten Manaus und Cuiabá hingegen gab es noch kein Netz in der Stadt. Die Orte mussten komplett angeschlossen werden. Die brasilianische Bundesregierung hofft, diese Gelegenheit dazu zu nutzen, das Netz landesweit auszubauen.

Die WM habe nun einen Druck erzeugt, der schnelle Genehmigungsverfahren möglich mache, so Caio Bonilha, Präsident von Telebras. „Die Austragungsorte der Fußball-Weltmeisterschaft haben die Herausforderung angenommen. Sie wissen, dass sie diese Infrastruktur brauchen. Wenn wir mit den Projekten bei den Kommunen ankommen, bekommen wir Priorität“, so Bonilha. Die betroffenen Bundesstaaten und Gemeinden handeln jetzt ein knappes halbes Jahr vor Beginn der WM in beschleunigtem Tempo. Die Ausgaben der Telebras werden sich gegen Projektende auf etwa 75 Millionen Reais (etwa 24 Millionen Euro) belaufen. Rund 75 Prozent seien laut Schätzung bisher abgeschlossen. (ms)