Bildungsminister Aloizio Mercadante spricht über die Gehaltsangleichung bei Lehrern / Copyright: Agência Brasil
Bildungsminister Aloizio Mercadante spricht über die Gehaltsangleichung bei Lehrern / Copyright: Agência Brasil

Bildungsminister Aloizio Mercadante spricht über die Gehaltsangleichung bei Lehrern / Copyright: Agência Brasil

Gestern (10.01.) kündigte das brasilianische Bildungsministerium die Angleichung der Gehälter um 7,97 Prozent von Lehrern in der Grundbildung an. Mit dieser Erhöhung beträgt das Gehalt nicht mehr 1.451 Reais, sondern 1.567 Reais (rund 581 Euro). Diese werden an Bundesstaaten und Gemeinden bereits ab Februar gezahlt. In der Erhöhung sind die jährlichen Kosten der letzten zwei Jahre für Schüler berücksichtigt, die durch den Bildungsfonds FUNEB (Fundo de Manutenção e Desenvolvimento da Educação Básica e de Valorização dos Profissionais da Educação) berechnet werden.

Die Angleichung in diesem Jahr liegt allerdings weit unter denen in den vergangenen zwei Jahren. 2012 lag sie bei 22 Prozent, 2011 bei 18 Prozent. Diese Tendenz erklärte der brasilianische Bildungsminister Aloizio Mercadante mit dem geringeren Wirtschaftswachstum und den niedrigeren Steuereinnahmen. Der FUNEB ist ein Fond, der sich aus Steuerabgaben der Bundesstaaten und Gemeinden zusammensetzt und eine Laufzeit bis 2020 hat. Es ist gesetzlich abgesichert, so dass mindestens 60 Prozent der Ressourcen des FUNEBs in die Zahlung von Gehältern von Lehrern und Pädagogen investiert werden müssen.

„Auch wenn die Angleichung nicht so hoch wie die im vergangenen Jahr ist, so liegt sie dennoch über der Inflation. Das Problem ist, dass das Ausgangsgehalt sehr gering ist, 1.567 Reais, was nur etwas mehr als zwei Mindestlöhnen entspricht“, so kommentierte der Minister. (ds)