Als Reaktion auf den Stillstand des Weizenexports aus Argentinien genehmigte Brasilien den Import des Produkts aus anderen Ländern außerhalb des Mercosuls / Copyright: Agência Brasil
Als Reaktion auf den Stillstand des Weizenexports aus Argentinien genehmigte Brasilien den Import des Produkts aus anderen Ländern außerhalb des Mercosuls / Copyright: Agência Brasil

Als Reaktion auf den Stillstand des Weizenexports aus Argentinien genehmigte Brasilien den Import aus anderen Ländern außerhalb des Mercosuls. / Copyright: Agência Brasil

Derzeit muss sich Brasilien auf geringere Weizenimporte aus den benachbarten Ländern des Staatenbundes Mercosul (Brasilien, Argentinien, Paraguay, Venezuela, Uruguay) einstellen. Gestern (09.01.) teilte der Landwirtschaftsminister Antônio Andrade mit, dass Brasilien darauf vorbereitet sei, mit dem Rückgang der Ernten seitens der lateinamerikanischen Länder umzugehen.

Insbesondere hänge diese Problematik vom Handelspartner Argentinien ab. Brasilien wisse bereits, dass die Produktion von Weizen im vergangenen Jahr geringer ausgefallen sei als in den vorherigen Jahren. Als Reaktion darauf habe Brasilien den Import des Produkts aus anderen Ländern außerhalb des Mercosuls genehmigt. Auch in Paraguay sei die Produktion im vergangenen Jahr geringer gewesen. Insgesamt erfolgte daher die Genehmigung für 3,3 Millionen Tonnen Weizen aus anderen Ländern.

Im Moment würden argentinische Exporteure noch auf die Genehmigung der ansässigen Regierung warten, die die Branche stark kontrolliert, damit letztendlich 1,5 Millionen Tonnen Getreide nach Brasilien importiert werden können. Der Stillstand der Exporte von Getreideprodukten wie Weizen und Mais ist eine Vorsichtmaßnahme der argentinischen Regierung, um die Versorgung im eigenen Land abzusichern und eventuellen Inflationsdruck zu vermeiden. Durch die Maßnahme wird allerdings auch der Anbau dieser Produkte ausgebremst. (ds)