Laut Empfehlung von US-amerikanischen Spezialisten solle Brasilien das Volk in Bauprojekte mit einbeziehen / Copyright: Agência Brasil
Brasilien könnte produktiver sein, meinen Wirtschaftswissenschaftler / Copyright: Agência Brasil

Brasilien könnte produktiver sein, meinen Wirtschaftswissenschaftler / Copyright: Agência Brasil

Die Produktivität der brasilianischen Wirtschaft wächst deutlich zu langsam an, wodurch nach Angaben des Instituts für angewandte Wirtschaftsforschung (Instituto de Pesquisa Econômica Aplicada, kurz: Ipea) die Wirtschaftsleistung gebremst werde. Die Informationen wurden im Rahmen des Berichts „Radar: Technologie, Produktion und Außenhandel “ gestern (105.09.2013) veröffentlicht.

In dem Bericht heißt es in einem Aufsatz der Ökonomen Gabriel Squeff und Fernanda De Negri, dass die geringe Steigerung der Produktivität einer der Hauptfaktoren sei, warum Brasiliens Wirtschaft seit einiger Zeit auf der Stelle trete. Die beiden Wirtschaftswissenschaftler behaupten sogar, dass in den letzten Jahrzehnten viel mehr hätte erreicht werden können. Auch wenn es seit 2000 insgesamt zu einem Anstieg der Produktivität gekommen sei, so sei das Wachstum historisch betrachtet nicht sehr stark gewesen. Außerdem sei es seit der internationalen Finanzkrise im Jahr 2008 zu einer Stagnation der brasilianischen Wirtschaft gekommen.

In einem anderen Beitrag erklärt der Wirtschaftshistoriker Lucas Mation, dass Brasilien seit 1960 bis 2010 rund 23 Prozent an Produktivität gewonnen habe. Vor allem in den 60er und 70er Jahren habe Brasilien an Ertragsfähigkeit zugenommen, während in den 80er und 90er Jahren wieder ein leichter Rückgang zu verzeichnen war. Im Vergleich zu Brasilien haben Südkorea oder die USA in dieser Zeit deutlich mehr zugelegt.

Die Mitarbeiter des Berichte und Wirtschaftswissenschaftler plädieren dafür, dass die verschiedenen Sektoren Technologie, Produktion und Politik enger zusammenarbeiten, um in den nächsten Jahren bessere Ergebnisse vorweisen zu können. (sg)