Logo des Brasilianischen Instituts für Geografie und Statistik / Copyright: IBGE

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In Brasilien stieg die Arbeitslosenrate im Februar auf 5,7 Prozent (von 5,5 Prozent im Januar) an, so wurde gestern (22.03.) in der monatlichen Studie zu Beschäftigungszahlen (Pesquisa Mensal de Emprego, kurz: PME) vom Brasilianischen Institut für Georgrafie und Statistik (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística, kurz: IBGE) veröffentlicht.

Trotz dieses Anstiegs stellt die Rate den geringsten Februar-Wert seit zehn Jahren dar. Der niedrigste Wert wurde bisher im Februar vergangenen Jahres (6,4 Prozent) gemessen.

„Obwohl es einen Anstieg von 0,2 Prozentpunkten in der Beschäftigungslosigkeit gab, können wir eine positive Tendenz für den Arbeitsmarkt in diesem Jahr feststellen“, so teilte Cimar Azerede, Leiter der Abteilung für Arbeit und Einkommen des IBGE mit. Damit werde auch eine Verbesserung der Arbeitsqualität in Brasilien deutlich.

Im Februar gab es 1,4 Millionen Menschen ohne Beschäftigung, eine Anzahl, die als stabil im Vergleich zum Januar angesehen wird. Im Vergleich zum selben Monat vergangenen Jahres konnte eine Reduzierung von 8,6 Prozent ausgemacht werden.

22,6 Millionen Brasilianer waren in diesem Monat beschäftigt. Diese Zahl hat sich seit Januar nicht geändert. Im Vergleich zu Februar 2011 allerdings konnte ein Anstieg von 1,9 Prozent verzeichnet werden, was 428.000 Beschäftigte innerhalb von zwölf Monaten bedeute.

Die Anzahl der Arbeiter im privaten Sektor lag bei 11,2 Millionen, ebenso stabil im Vergleich zum Januar. Mit Februar vergangenen Jahres verglichen, gab es eine Steigerung von 5,4 Prozent, das heißt zusätzliche 578.000 Arbeitsplätze.

Auch das durchschnittliche Einkommen erreichte seinen höchsten Wert in den letzten zehn Jahren: Mit einem Wert von 1.699,70 Reais (ca. 706 Euro) stieg der Betrag von Januar um 1,2 Prozent an, in Bezug auf Februar 2011 sogar um 4,4 Prozent. (ds)