Soziale Ungleichheit bleibt weiterhin ein wichtiger Punkt in der Agenda der brasilianischen Regeirung / Copyright: Antônio Milena
Soziale Ungleichheit bleibt weiterhin ein wichtiger Punkt in der Agenda der brasilianischen Regeirung / Copyright: Antônio Milena

Soziale Ungleichheit bleibt weiterhin ein wichtiger Punkt in der Agenda der brasilianischen Regeirung / Copyright: Antônio Milena

Die Ergebnisse einer 2011 durchgeführten Studie zum Thema Ungleichheit in Brasilien zeigen, dass das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts hinsichtlich der Bekämpfung von Armut und sozialer Disparitäten ein erfolgreiches Jahrzehnt war. Veröffentlicht wurde die Studie von dem Institut für angewandte Wirtschaftsstudien (Instituto de Pesquisa Econômica Aplicada, kurz: Ipea).

Seit Beginn der Dokumentation durch diverse Studien zu den sozialen Lebensumständen der Brasilianer vor 40 Jahren, erzielte das Land in den vergangenen zehn Jahren die besten Ergebnisse, berichtet der Präsident des Ipea, Marcelo Neri. Der Präsident erklärte, dass die Reduzierung der Ungleichheit vor allem mit dem gesteigerten Pro-Kopf-Einkommen in allen sozialen Klassen zu tun habe. Das Einkommen der ärmsten zehn Prozent sei seit 2001 um 91,2 Prozent gestiegen. Während die Gehälter der reichsten zehn Prozent lediglich um 16,6 Prozent angehoben wurde.

Dass die Gehälter ansteigen konnten, hänge definitiv auch mit dem starken Wirtschaftswachstum Brasiliens zusammen, betont Neri. Seit 2003 ist die Wirtschaftskraft des Landes um 40,7 Prozent gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei in diesen Jahren jedoch nur um rund 27 Prozent angestiegen. Dieses Ergebnis stimmte die Volkswirtschaftler Brasiliens nicht gerade positiv. Doch Neri schließt sich in diesem Punkt der Präsidentin Dilma Rousseff an, die sich im Sommer dafür aussprach, dass der Erfolg eines Landes nicht allein an seinem BIP gemessen werden dürfe, sondern an dem, was es für seine Bevölkerung tue. Demnach sei das Ergebnis der Studie ein voller Erfolg für den Fortschritt Brasiliens, der sich auch zukünftig in der Bekämpfung von Armut und Ungleichheit zeigen soll. (sg)