Der Sportminister Aldo Rebelo und der Generalsekretäre der FIFA, Jerôme Valcke auf ihrem Treffen letzte Woche / Copyright: Agência Brasil

Der Sportminister Aldo Rebelo und der Generalsekretäre der FIFA, Jérôme Valcke auf ihrem Treffen letzte Woche / Copyright: Agência Brasil

Beim Besuch des Generalsekretärs der FIFA, Jérôme Valcke, letzte Woche in Brasilien war es eines der vorrangigen Themen: die Verabschiedung des Gesetzes, welches die Regelungen für den Confederations-Cup in 2013 und die Fußballweltmeisterschaft in 2014 enthält. Versprochen wurde seitens des brasilianischen Sportministers, Aldo Rebelo, eine Verabschiedung des Gesetzes bis zum März, da dann nur noch knapp ein Jahr der Vorbereitungen bleibt, für die diese rechtlichen Vorgaben die Grundlage darstellen. Dieser Plan ist allerding sehr eng, denn derzeit befindet sich das Gesetz noch in einem Parlamentsausschuss, der die Gesetzesvorlage erarbeiten soll.

Bereits seit November letzten Jahres sollte über das Gesetz dort abgestimmt werden, um es dann im Parlament zur Abstimmung zu bringen. Die Abstimmung im Ausschuss wurde bisher aber noch jedes Mal wegen offener Fragen vertagt. Strittig ist dabei vor allem der Konsum und der freie Verkauf von alkoholischen Getränken während der Spiele in den Stadien. Die Vorlage zum Gesetz von Vicente Cândido von der Arbeiterparte (Partido dos Trabalhadores, kurz: PT) sah bisher eine Freigabe vor, allerdings ist im Ausschuss die Angst groß, mit dieser Freigabe die Gewalt in den Stadien während der Spiele eventuell zu fördern. Allerdings wünscht auch die FIFA eine Freigabe für alkoholische Getränke, so dass der derzeitige Entwurf im Ausschuss, die einer Freigabe nur während der FIFA-Spiele vorsieht. Ebenfalls strittig sind die vergünstigten Eintritte für ausgewählte soziale Gruppen. Rund 300.000 vergünstigte Eintritte zum halben Preis sieht die Vorlage derzeit vor. Sie sollen Studenten, Indigenen, Empfängern von Sozialprogrammen der Regierung und Rentnern zu Gute kommen.

Sollte die Gesetzesvorlage den Auschuss noch im Januar für eine Abstimmung im Parlament verabschiedet werden, so könnte bereits im Februar das Gesetz vom Parlament verabschiedet und an den Senat weitergeleitet werden. Dieser müsste dann ohne Änderungen das Gesetz verabschieden, damit dieses wirklich, wie vom Sportminister Aldo Rebelo versprochen, im März noch in Kraft treten kann. Sollte das Parlament oder der Senat Änderungen an der Gesetzesvorlage haben, so ist der Zeitplan bis März eigentlich nicht mehr einzuhalten. (mas)