Die neuen Stadien werden durch nachhaltige Projekte unterstützt / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Tomasz Miłkoś
Der brasilianische Senat will Fußballgesetze reformieren / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Tomasz Miłkoś

Der brasilianische Senat will Fußballgesetze reformieren / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Tomasz Miłkoś

Der brasilianische Senat plant die Ausdehnung und Veränderung eines Gesetzes zum Schutz von Fußballtrainern. In einer öffentlichen Versammlung im Rahmen der Kommission für Bildung, Kultur und Sport (Comissão de Educação, Cultura e Esporte) wurde diese Anpassung gestern (10.04.) diskutiert. Neben dem Trainerschutz soll das Gesetz auch professionelle Spieler im Falle einer Verletzung unterstützen. Bislang seien Spieler nicht automatisch versichert, dies solle nun geändert werden.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist der Fußballclub, an den ein Spieler vertraglich gebunden ist, nicht dazu verpflichtet finanziell für die Kosten gesundheitlicher Schäden und Spätfolgen aufzukommen. Viele Manager brasilianischer Fußballclubs kritisieren jedoch das Vorhaben der Regierung. Vor allem Alexi Portela Júnior, Präsident der Liga der Fußballclubs im Nordosten (Liga dos Clubes de Futebol do Nordeste) und Präsident des Fußballclubs Esporte Clube Vitória in Bahía, stellte sich vehement gegen eine Erneuerung des Gesetzes. Er forderte, dass die Fußballclubs weiterhin unabhängig entscheiden dürfen, wie sie die Spielerverträge gestalten. Außerdem sei unklar, ob Versicherungen überhaupt die Möglichkeiten besäßen, ihre Leistungen an die Bedürfnisse der Fußballspieler exakt anzupassen. Der Senator Zezé Perrela schlug vor, eine erneute öffentliche Sitzung einzuberufen und Vertreter des Versicherungssektors zur Klärung dieser Fragen einzuladen.

Im Falle der Trainer stieß der brasilianische Senat jedoch auf breite Zustimmung. João Guilherme Maffia, Präsident der Gewerkschaft der professionellen Fußballtrainer des Bundesstaats São Paulo (Sindicato dos Treinadores de Futebol Profissional do Estado de São Paulo, kurz: Sitrefesp) sagte, dass neben einer Erhöhung der Sicherheit für Trainer auch über den Schutz der Berufsbezeichnung „professioneller Trainer“ diskutiert werden müsse. Bislang blieben zu viele Zweifel offen, kritisiert Maffia, es müssen strikte Regeln und Charakteristika aufgestellt werden, die erfüllt werden müssen, um die Berufsbezeichnung offiziell führen zu dürfen. (sg)