Die brasilianischen Böden sollen nachhaltiger genutzt werden / Copyright: Agência Brasil
Der Landwirtschaftssektor ist einer der wichtigsten Sektoren Brasiliens / Copyright: Agência Brasil

Der Landwirtschaftssektor ist einer der wichtigsten Sektoren Brasiliens / Copyright: Agência Brasil

Das brasilianische Institut für Geografie und Statistik (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística, kurz: IBGE) hat gestern (09.04.) gemeinsam mit dem Datenerhebungssystem für landwirtschaftliche Produktion (Levantamento Sistemático da Produção Agrícola, kurz: LSPA) bekannt gegeben, dass die Ernte von Getreide und Hülsenfrüchten in diesem Jahr deutlich höher ausfallen werde als noch im Jahr zuvor. Insgesamt werde ein Anstieg von zwölf Prozent erwartet, erklärten Experten des IBGE. Etwa 181,3 Tonnen würden im Verlauf dieser Periode geerntet.

Nach Angaben des IBGE und des LSPA werden Getreidesorten und Hülsenfrüchte in diesem Jahr auf einer Fläche von 52,7 Millionen Hektar angebaut. Dies bedeutet eine Vergrößerung des Gebiets von fast acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auf der Fläche werden unter anderem Erdnüsse, Bohnen, Reis, Mais, Soja und Hafer angebaut.

Die drei Hauptprodukte der Agrarwirtschaft sind Mais, Reis und Soja. Zusammen machen sie allein rund 92,5 Prozent der gesamten Produktion von Getreide und Hülsenfrüchten aus und nehmen ca. 86 Prozent der Anbaufläche in Anspruch. Im Vergleich zum Jahr 2012 ist vor allem der Anbau von Mais, mit rund acht Prozent, und Soja, mit knapp 10,5 Prozent, angestiegen.

Führend im Anbau von landwirtschaftlichen Produkten ist weiterhin der Süden Brasiliens. Rund 72,1 Millionen Tonnen Getreide und Hülsenfrüchte werden dort angebaut. Der zentrale Westen folgt dem Süden mit ca. 71,6 Millionen Tonnen. Alle anderen Regionen des Landes produzieren im Vergleich relativ wenig. Weit abgeschlagen mit lediglich 4,1 Millionen Tonnen Agrarprodukten, steht der Norden Brasiliens bei den Datenerhebungen durch die Institute an letzter Stelle. (sg)